Deutschland

Schluss mit lustig: Immobilienmarkt unter Druck

Mit Ende des Jahres erwartet die Immobilienbranche einen Rückgang der Immobilen-Preise.
24.05.2022 15:06
Aktualisiert: 24.05.2022 15:06
Lesezeit: 1 min

Ein Ende des Immobilienbooms naht: Zumindest zeigt eine Schätzung des Nürnberger Immobilienportals immowelt, dass die Preise in zehn bis 14 deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern bis Dezember dieses Jahres entweder stagnieren oder leicht rückläufig sein werden. Davon betroffen sind unter anderem Frankfurt, Leipzig, Berlin, München, Hamburg und Hannover.

Der Grund sind gestiegene Bauzinsen, Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine und eine hohe Inflation. Vor allem ältere sanierungsbedürftige Wohnungen seien davon betroffen.

In der Schätzung des Immobilienportals wurden konkret die Angebotspreise von in den 1990er Jahren gebauten Wohnungen mit rund 75 Quadratmetern und drei Zimmern unter die Lupe genommen.

Weiter wurde für die Kaufpreis-Schätzung neben der langjährigen Entwicklung der Immobilienpreise auch die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes sowie der Zinsen für Baudarlehen berücksichtigt. Für die Werte im Dezember wurde ein Zinssatz für 10-jährige Baudarlehen von 3,5 Prozent und eine Erhöhung des Verbraucherpreisindexes auf 121 Punkte angenommen.

"Mancherorts kommt es auch schon jetzt zu leichten Preiskorrekturen nach unten. Sollten die Bauzinsen noch stärker steigen, sind auch spürbare Rückgänge denkbar, sagt Felix Kusch, geschäftsführender Direktor bei immowelt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Bremer Immobilienmarkt unter Druck: Strategien für Käufer und Verkäufer im aktuellen Zinsumfeld

Der Immobilienmarkt in Bremen befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Nach Jahren des kontinuierlichen Preisanstiegs...

DWN
Finanzen
Finanzen Allianz-Aktie mit Rekordzahlen: Geht die Rally jetzt weiter?
07.08.2026

Die Allianz liefert erneut starke Zahlen und übertrifft mit ihrem operativen Gewinn die Erwartungen. Gleichzeitig steht die Allianz-Aktie...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler Truck-Aktie fällt nach Gewinneinbruch: Was Anleger jetzt wissen müssen
07.08.2026

Die Daimler Truck-Aktie steht nach den Quartalszahlen unter Druck: Der Gewinn des DAX-Konzerns ist deutlich eingebrochen, weil unter...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Taxifahren: eine Frage des Preises?
07.08.2026

Die Taxi-Branche steckt in der Krise - und macht vor allem Mietwagenplattformen wie Uber oder Bolt dafür verantwortlich. Ein...

DWN
Politik
Politik NATO-Reform: Saluschnyj erklärt das mächtigste Militärbündnis der Welt für überholt
07.08.2026

Die Ukraine wollte jahrelang von der NATO lernen. Nun erklärt ihr früherer Oberbefehlshaber das Bündnis für militärisch überholt und...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Boeing und Salesforce belasten, während Iran-Spannungen die Wall Street verunsichern
06.08.2026

Erfahren Sie, welche aktuellen geopolitischen Entwicklungen und überraschenden Unternehmensmeldungen die Wall Street heute ins Wanken...

DWN
Finanzen
Finanzen Krankenkassen verzocken Millionen mit Immobilienfonds
06.08.2026

220 Millionen Euro Beitragsgelder sind laut Medienberichten durch riskante Investments verloren gegangen, weitere Verluste drohen. Nun...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Börsencrash in China: Warum Peking Banken rettet, aber die Wirtschaft nicht
06.08.2026

Chinas Wirtschaft gerät gefährlich ins Rutschen, doch Peking verweigert die erwarteten Konjunkturhilfen. Stattdessen entstehen neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein-Niedrigwasser: Minister will Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen kippen
06.08.2026

Das extreme Niedrigwasser auf dem Rhein bringt Lieferketten unter Druck und zwingt die Politik zu ungewöhnlichen Maßnahmen....