Politik

Russland stellt Hyperschall-Seerakete „Zirkon“ in Dienst

Die russischen Streitkräfte haben die Hyperschall-Rakete „Zirkon“ offiziell in Dienst gestellt – an Bord eines Kriegsschiffes Richtung Atlantik.
04.01.2023 14:00
Aktualisiert: 04.01.2023 14:45
Lesezeit: 2 min
Russland stellt Hyperschall-Seerakete „Zirkon“ in Dienst
2019: Die Fregatte "Admiral Gorschkow" erreicht den Hafen von Havanna. (Foto: dpa) Foto: Ramon Espinosa

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die neue Hyperschallrakete „Zirkon“ in Dienst gestellt. „Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äußeren Drohungen zu schützen und die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern“, sagte der 70-Jährige am Mittwoch in einer vom Fernsehen übertragenen Videoschalte aus dem Kreml zur Inbetriebnahme der „Zirkon“-Raketen auf der Fregatte „Admiral Gorschkow.“

Die „Admiral Gorschkow“ gehört zu Russlands Nordmeerflotte und soll auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren. Das 2018 in Dienst gestellte Kriegsschiff ist die erste Fregatte, die mit den neuen Raketen ausgestattet wird.

Die „Zirkon“ – eine mächtige Waffe

Die Zirkon hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern und dient in erster Linie zur Schiffsbekämpfung. Wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit - nach russischen Angaben kann sie auf bis zu 8000 bis 9000 Kilometer pro Stunde beschleunigen - ist sie von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten.Reuters zufolge soll Verteidigungsminister Schoigu die Reichweite der Rakete mit über 1.000 Kilometern angegeben haben.

„Ich wünsche der Besatzung des Schiffes viel Erfolg bei ihrem Dienst zum Wohle des Vaterlandes“, sagte Putin bei der Videokonferenz mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu und dem Fregatten-Kommandanten Igor Krochmal. Schoigu erklärte, die „Gorschkow“ werde in den Atlantik, den Indischen Ozean und das Mittelmeer fahren. Sie sei in der Lage, „den Feind zu Wasser und zu Lande punktgenau und schlagkräftig zu bekämpfen.“

Russland, China und die Vereinigten Staaten befinden sich derzeit in einem Wettlauf um die Entwicklung von Hyperschallwaffen.

Lesen Sie dazu: USA betrachten Chinas Tests mit Hyperschall-Waffen als "Sputnik-Moment"

Der Nachrichtenagentur dpa zufolge dient die öffentliche Zeremonie auch dazu, von den Schwächen der russischen Armee im Ukrainekrieg abzulenken. Nach mehr als zehn Monaten seit Ausbruch der Kampfhandlungen, die eigentlich als begrenzte Operation vorgesehen war, hat das Image von Russlands Militär und Rüstungsindustrie nach mehreren militärischen Rückschlägen gelitten. Im Zuge der Übertragung versprach Putin, die russischen Streitkräfte weiter mit modernsten Waffen aufzurüsten. Ende Dezember hatte die Regierung in Moskau eine deutliche Aufrüstung der Armee angekündigt.

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