Politik

Nato-Generalsekretär Rutte warnt vor Putins zunehmender Aggression

Nato-Generalsekretär Mark Rutte betont, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin eine Beendigung des Ukraine-Kriegs anstrebt. Im Gegenteil! Was heißt das für Europa und die Nato?
03.12.2024 11:34
Aktualisiert: 03.12.2024 11:34
Lesezeit: 1 min

Nato-Generalsekretär: Putin zeigt keinerlei Interesse an Frieden

"Russlands Aggression zeigt keine Schwächen. Im Gegenteil: Putin intensiviert seine Rhetorik und agiert weiter skrupellos", erklärte Rutte während einer Pressekonferenz beim zweitägigen Nato-Außenministertreffen in Brüssel. Als Beispiele nannte er den Einsatz nordkoreanischer Soldaten und den Abschuss neuer Raketen auf die Ukraine.

"Putin zeigt keinerlei Interesse an Frieden", so der Nato-Generalsekretär weiter. "Er verfolgt seinen Kurs unbeirrt, um weitere Gebiete zu erobern. Er glaubt offenbar, dass er den Widerstand der Ukraine – und auch unseren – brechen kann."

Nato fordert entschlossene Unterstützung

Nach Ansicht Ruttes muss die Antwort der Nato auf Putins Verhalten in einer verstärkten Unterstützung bestehen. "Wir alle müssen mehr leisten", forderte der ehemalige niederländische Regierungschef. "Je umfassender unsere militärische Unterstützung für die Ukraine ist, desto besser wird ihre Position bei Verhandlungen sein. Dadurch können wir die russische Aggression in der Ukraine möglicherweise endgültig beenden."

Unsicherheit vor US-Machtwechsel

Die Frage nach den Chancen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs wird besonders angesichts des bevorstehenden Machtwechsels in den USA diskutiert. In Brüssel wird spekuliert, dass Donald Trump als Präsident die Ukraine und Russland zu Verhandlungen drängen könnte. Denkbar wäre, dass er der Ukraine mit einem Stopp der Militärhilfe droht, falls sie sich verweigert. Gleichzeitig könnte er Russlands Präsident Putin signalisieren, die Unterstützung für Kiew massiv auszuweiten, falls dieser nicht verhandlungsbereit ist.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB reagiert auf Iran-Krieg: Erste Zinserhöhung seit fast drei Jahren
11.06.2026

Wegen des inflationstreibenden Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs hebt die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder an. Der wichtige...

DWN
Panorama
Panorama Fußball-WM 2026: Wer wird Weltmeister? Prognosen widersprechen sich deutlich
11.06.2026

Spanien, Frankreich, England, Argentinien, die Niederlande? Während die Wettmärkte auf die bewährten Favoriten setzen, erwarten einige...

DWN
Technologie
Technologie Frequenzstreit: Aus für das Antennenfernsehen ab 2031?
11.06.2026

In wenigen Jahren enden zentrale Nutzungsrechte für Funkfrequenzen. Telekommunikationskonzerne fordern diese schon heute vehement ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbst die Chinesen waren erstaunt, wie schnell diese Fabrik errichtet wurde
11.06.2026

Wir haben uns die Produktion des elektrisch angetriebenen BMW iX3 angesehen, die auf 400 Hektar ehemaliger Ackerflächen am Rande der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tante Enso greift bei Tegut zu
11.06.2026

Die Supermärkte von Tegut stehen zum Verkauf. Für einen Teil davon ist die Zukunft nun geklärt. Das Bundeskartellamt hat grünes Licht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kieler Forscher senken Wachstumsprognose für 2027
11.06.2026

Der Iran-Krieg trifft die deutsche Wirtschaft stärker als bislang erwartet und dämpft den erhofften Aufschwung. Während staatliche...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX, Anthropic und OpenAI in Ihrem ETF-Fonds? Vielleicht schneller, als Sie denken
11.06.2026

Während Tesla ein ganzes Jahrzehnt gebraucht hat, um in den S&P 500 und damit in passiv verwaltete ETF-Fonds aufgenommen zu werden,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Endgame? Kiel Report sieht Wirtschaft Russlands immer stärker unter Druck
11.06.2026

Die russische Wirtschaft galt lange als überraschend widerstandsfähig gegenüber Sanktionen und Kriegsfolgen. Ein neuer "Kiel Report" des...