Finanzen

Unvermittelt tauchen Scheine und Münzen auf: Millionen alte D-Mark umgetauscht

Manchen alten Schein haben sich Sammler gesichert. Doch immer wieder tauchen alte D-Mark-Banknoten oder -Münzen per Zufall auf - ein Millionenschatz, den man bei der Bundesbank zu Geld machen kann.
07.01.2025 06:01
Lesezeit: 1 min
Unvermittelt tauchen Scheine und Münzen auf: Millionen alte D-Mark umgetauscht
Gut versteckt und geborgen: Das Foto zeigt 100-Mark-Scheine, die an einen Tierschutzverein gespendet wurden. Nachdem die Herkunft der verschmutzten, vergilbten, teilweise von Klebeband zusammengehalten Scheine geklärt und deren Echtheit zweifelsfrei nachgewiesen war, kommt das kleine Vermögen nun herrenlosen Tieren zugute. (Foto. dpa) Foto: Simon Schimetschka

Zufallsfund oder aus Nostalgie über Jahre aufbewahrt: Jahr für Jahr tauschen Menschen Millionensummen alter D-Mark-Bestände bei der Bundesbank in Euro um. Gut 53 Millionen D-Mark im Gegenwert von rund 27,2 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr. Das war allerdings weniger als im Jahr 2023, als die Summe auf gut 58 Millionen D-Mark gestiegen war.

Bei den 98.165 Umtauschvorgängen im Jahr 2024 wurden nach Angaben der Bundesbank im Schnitt 542 D-Mark eingereicht. Am häufigsten dabei: der 100-D-Mark-Schein (121.000 Stück) und die 1-Pfennig-Münze (12.600 Stück).

Die Bundesbank geht davon aus, dass ein Teil der alten Scheine und Münzen unwiederbringlich verloren ist. „Bei der D-Mark handelte es sich um eine international geläufige Währung, die auch außerhalb von Deutschland genutzt wurde. Es dürften sich daher noch immer große Mengen D-Mark-Bargeld im Ausland befinden“, erläutert Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz.

D-Mark-Bestände im Milliardenwert noch nicht zurückgegeben

So sind auch 23 Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds zum Jahreswechsel 2001/2002 noch fast 163 Millionen D-Mark-Scheine und mehr als 23 Milliarden D-Mark-Münzen nicht zurückgegeben. Gesamtwert: knapp 12,2 Milliarden D-Mark (etwa 6,24 Mrd. Euro). Etwas mehr als die Hälfte der Ende Dezember noch ausstehenden Summe machen Münzen aus (6,54 Milliarden D-Mark), beim Rest handelt es sich um Banknoten (5,64 Milliarden D-Mark).

Wer noch alte Scheine oder Münzen findet, kann diese kostenlos bei allen 31 Filialen der Bundesbank oder per Postweg über die Bundesbank-Filiale in Mainz zum Umtausch einreichen. Der Wechselkurs wurde mit der Euro-Einführung festgeschrieben: Für 1,95583 D-Mark bekommt man einen Euro.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Northrop Grumman-Aktie: Dieser Megaauftrag könnte den Kurs zünden
15.09.2026

Europas Rüstungsaktien sind davongezogen, doch ausgerechnet ein US-Gigant hinkt hinterher. Northrop Grumman steht vor milliardenschweren...

DWN
Technologie
Technologie United States Space Force: USA bestätigen Weltraumwaffen
15.09.2026

Der Weltraum wird zum neuen militärischen Machtfeld: Die USA bestätigen erstmals offiziell Waffen im Orbit. Dahinter steht die United...

DWN
Politik
Politik Merz kündigt Entlastungen bei Spritpreisen an
15.09.2026

Die Spritpreise steigen weiter und bringen immer mehr Autofahrer an ihre Belastungsgrenze. Kanzler Merz kündigt nun schnelle Entlastungen...

DWN
Politik
Politik "Vor Kraft kaum laufen": AfD will Volkspartei werden
15.09.2026

Die rechtspopulistische AfD hat in Sachsen-Anhalt einen historischen Wahlerfolg erzielt und könnte am kommenden Sonntag weiter zulegen....

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie springt über 1.000 Euro: Neuer Auftrag sorgt für Rückenwind – ist das die Trendwende?
15.09.2026

Die Rheinmetall-Aktie meldet sich mit einem kräftigen Kurssprung über die Marke von 1.000 Euro zurück. Ein neuer Munitionsauftrag...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zerfällt die WTO?
15.09.2026

Die Welthandelsorganisation WTO verliert weiter an Bedeutung. Sie warnt nun vor massiven Wohlstandsverlusten, wenn sich die Weltwirtschaft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heatflation: Der stille Inflationstreiber – warum Hitze Lebensmittel verteuert
15.09.2026

Dürre, Ernteausfälle und sinkende Erträge: Noch bleibt es an der Supermarktkasse erstaunlich ruhig. Doch mit zunehmenden Wetterextremen...

DWN
Politik
Politik Ursula von der Leyen: Fünf Pleiten und zwei Erfolge
15.09.2026

Der Europäer glaubt nicht, dass er durch die EU besser leben wird. Dieses politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Problem ist in...