Politik

Russischer Außenminister Lawrow: "USA wollen nach Nord-Stream Gaspipeline TurkStream zerstören"

Russlands Außenminister Lawrow beschuldigt die USA, mit ukrainischen Drohnenangriffen die Gasleitung TurkStream lahmlegen zu wollen. Hintergrund ist ein Drohnenangriff auf eine von Russland betriebene Gasverdichterstation. Auch gegen Bundeskanzler Scholz teilte Lawrow aus.
14.01.2025 17:50
Lesezeit: 1 min

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den USA Sabotageakte auf Russland vor. Die Vereinigten Staaten, so Lawrow auf seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz in Moskau, wollen mithilfe ukrainischer Drohnenangriffe die für die Energieversorgung Europas wichtige Gasleitung TurkStream ausschalten.

Die USA wollten ihre "ukrainischen Klienten" dazu bringen, nach den Sprengungen der Nord-Stream-Pipelines auch TurkStream zu zerstören, erklärte der russische Außenminister. Lawrow attackierte außerdem Bundeskanzler Olaf Scholz, dieser habe bei der Sprengung von Nord-Stream-1 „schweigend weggeschaut“.

Ukrainische Drohnen verursachten Schäden an russischer Schwarzmeerpipeline TurkStream

„Ich bin fest überzeugt: Die USA können auf keinem Gebiet Konkurrenz dulden“, so Lawrow weiter. Hintergrund war ein Drohnenangriff auf eine Gasverdichterstation der Schwarzmeerpipeline TurkStream im südrussischen Krasnodar.

Obwohl das russische Verteidigungsministerium die Drohnen abschoss, verursachten Trümmer Schäden an einem Gebäude und der Infrastruktur. Die Verdichterstation „Russkaja“ befindet sich rund 320 Kilometer von der russisch-ukrainischen Front entfernt. Der Kreml bezeichnete den Vorfall als Terroranschlag auf die Energieinfrastruktur.

Lawrow wirft USA Sabotageakte vor - Scholz habe „schweigend weggeschaut“

In Bezug auf die noch immer ungeklärten Sprengungen der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 kritisierte Lawrow auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er habe „schweigend weggeschaut“ und „sich nicht getraut, ein Wort zu sagen“, als die Nord-Stream-Pipelines zerstört wurden. Russland beschuldigt die USA, hinter den Sabotageakten zu stecken, und wirft der Bundesregierung vor, diese zu ignorieren.

Ende September 2022 wurden die beiden Nord-Stream-Gaspipelines durch mehrere Explosionen beschädigt. Nord Stream 2 war aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine und der politischen Spannungen noch nicht in Betrieb, und nur einer der beiden Stränge blieb intakt. Medienberichten zufolge führten die Ermittlungen zur Ukraine, obwohl Präsident Wolodymyr Selenskyj jegliche Beteiligung Kiews an den Sprengungen zurückwies.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Energiewende-Pläne: Umweltminister Schneider stoppt Entwurf von Reiche
07.05.2026

Im Streit um die Energiewende zeigt sich die Bundesregierung tief gespalten. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) lehnte die Pläne von...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt leicht nach, da sich die Ölpreise erholen
07.05.2026

Geopolitische Unsicherheiten und überraschende Gewinner: Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte aktuell in Atem halten.

DWN
Politik
Politik Friedenssignale aus Teheran: Warum Trump den Iran-Krieg kaum als Sieg verkaufen kann
07.05.2026

Die Märkte setzen auf Entspannung im Iran-Konflikt, doch Trump steht vor einer politischen Niederlage und die Zukunft der Straße von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rohstoffmärkte unter Druck: Was den Kupferpreis jetzt bewegt
07.05.2026

Der Kupferpreis steht im Zentrum neuer Machtverschiebungen an den Rohstoffmärkten. Wie stark kann KGHM davon profitieren, wenn Geopolitik,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Effizienz-Schock bei DeepL: Kölner KI-Aushängeschild entlässt 250 Mitarbeiter
07.05.2026

Das Kölner Vorzeige-Startup DeepL galt lange als die deutsche Antwort auf das Silicon Valley. Doch trotz technischer Erfolge zieht das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kraftwerksgesetz: Kartellamt warnt vor Einschränkung des Wettbewerbs
07.05.2026

Das Kartellamt äußert massive Kritik am geplanten Kraftwerksgesetz (StromVKG) des Wirtschaftsministeriums. Laut einer aktuellen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Warsteiner Brauerei: Konzern schließt Standorte und bündelt Bierproduktion
07.05.2026

Die Warsteiner Brauerei (Haus Cramer Gruppe) reagiert auf den sinkenden Bierkonsum in Deutschland mit einem drastischen Kapazitätsabbau....

DWN
Technologie
Technologie KI-Gesetz der EU: Neues Verbot für Missbrauch-Deepfakes beschlossen
07.05.2026

Die EU verschärft das KI-Gesetz und verbietet künftig sexualisierte Deepfakes sowie KI-Inhalte, die Kindesmissbrauch darstellen....