Finanzen

Krypto: Bitcoin-Kurs fällt weit unter 80.000 US-Dollar - ist jetzt der beste Zeitpunkt zum Investieren?

Der Bitcoin-Kurs ist in den letzten sechs Wochen um über 25 Prozent gefallen. Während einige Analysten einen weiteren Rückgang auf 70.000 US-Dollar prognostizieren, erwarten andere eine baldige Erholung – Anleger stehen vor der Frage, ob jetzt der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist.
28.02.2025 14:38
Aktualisiert: 28.02.2025 14:38
Lesezeit: 2 min

Bitcoin-Kurs im freien Fall: Ist jetzt der beste Zeitpunkt zum Investieren? Analysten warnen

Der Kurs der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin ist zum Wochenschluss weiter unter Druck geraten. Innerhalb von weniger als sechs Wochen hat die Kryptowährung mehr als 25 Prozent an Wert verloren – verglichen mit ihrem Rekordhoch von Mitte Januar. Am Freitagmorgen rauschte der Bitcoin-Kurs ab auf 78.500 US-Dollar, umgerechnet in etwa 75.500 Euro. Ein Verlust zum Vortag von knapp 5 Prozent. Zu Wochenbeginn lag der Bitcoin noch bei 95.000 Dollar. Doch wie sind die Aussichten, dass sich der Bitcoin-Kurs wieder erholt? Sollte man jetzt Bitcoin kaufen? Was Analysten sagen.

Krypto: Warten auf Deregulierung des digitalen Handels hält an

Laut Stefan von Haenisch von Bitgo Inc. ist diese Entwicklung angesichts der aktuellen makroökonomischen Lage wenig überraschend. Händler warten weiterhin auf konkrete Schritte von US-Präsident Donald Trump zur Lockerung der Regulierung des Kryptohandels. Bis Mitte Januar hatte die Hoffnung auf ein regulierungsfreundlicheres Umfeld nach Trumps Amtsantritt den Bitcoin-Kurs beflügelt, sodass er ein Rekordhoch von knapp 109.400 Dollar erreichte.

Der jüngste Rückgang des Bitcoin fügt sich in eine allgemeine Zurückhaltung der Investoren über verschiedene Anlageklassen hinweg ein. Auch an den asiatischen Aktienmärkten kam es am Freitag zu deutlichen Verlusten. Zudem belasteten hohe Kursrückgänge an der Nasdaq-Börse nach der Quartalsbilanz des US-Chipkonzerns Nvidia die Stimmung. Zusätzlich verschärfte US-Präsident Trump die Unsicherheit mit der erneuten Ankündigung neuer Zölle, unter anderem gegen China, in der kommenden Woche.

Bitcoin rutsch ab: Zwischen nackter Panik und Hoffnung auf Erholung - Wann lohnt der Einstieg?

Durch den verhältnismäßig niedrigen Bitcoin-Kurs wird der Einstiegs- oder Nachkauf der bekanntesten Kryptowährung dementsprechend günstiger. Sollte man daher die Gunst der Stunde nutzen und Bitcoins kaufen? In jedem Fall herrscht derzeit Unsicherheit am Krypto-Markt, was nicht zuletzt anhand des sogenannten Bitcoin Fear & Greed Index abzulesen ist, der derzeit auf 16 abgerutscht ist. Der Bitcoin Fear & Greed Index ist ein Stimmungsbarometer, das anhand verschiedener Faktoren die aktuelle Marktlage bewertet. Ein Wert von 20 oder darunter signalisiert extreme Angst und Panik unter den Anlegern.

Doch je höher die Panik, desto mehr verdichten sich die Zeichen auf Erholung. Vorher könnte der Bitcoin-Kurs allerdings weiter abrutschen. Analysten sind geteilter Meinung. Der Kryptoanalyst Ali Martinez, dem auf X knapp 130.000 Menschen folgen, sieht im schlimmsten Fall einen weiteren Bitcoin-Kursrückgang bis hin zur Marke von 70.000 US-Dollar. Folglich könnte sich der Abverkauf beim Bitcoin noch für eine Weile fortsetzten. Noch bekanntere Kryptoanalysten wie der Holländer Michael van de Poppe sehen zeitig eine Erholung des Bitcoin-Kurses einsetzen. "Heute/morgen ist angesichts der extremen Abwärtsbewegung ein schneller Aufschwung wahrscheinlich", prognostizierte Poppe in einem Post auf X am Freitagmorgen (28.02).

Hinweis: Kurse von Kryptowährungen sind allgemein hochvolatil und unterliegen mitunter extremen Schwankungen. Einsteiger sollten daher nur investieren, was sie bereit sind zu verlieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: AMD-Aktien steigen kräftig, während Tech-Sektor Wall Street beflügelt
06.07.2026

Ein spektakulärer Wochenauftakt an den US-Märkten sorgt für Aufsehen – erfahren Sie, welche Entwicklungen die Kurse jetzt antreiben.

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
06.07.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererhöhungen 2027: Steuer auf Spirituosen steigt um 20 Prozent - Zuckersteuer kommt auch
06.07.2026

Hochprozentige alkoholische Getränke sollen zum 1. Januar 2027 höher besteuert werden. "Was krank macht, wird teurer" - Finanzminister...

DWN
Politik
Politik Haushalt 2027: Klingbeil plant 200 Milliarden Euro neue Schulden für Deutschland
06.07.2026

Mehr Milliarden vor allem für Verteidigung, höhere Schulden - das prägt den Haushaltsentwurf von Finanzminister Klingbeil für...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Inflation: Warum der KI-Boom Ihr Erspartes entwerten könnte
06.07.2026

Künstliche Intelligenz soll die Wirtschaft produktiver machen, Prozesse beschleunigen und Wohlstand schaffen. Doch bevor dieser Effekt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische ChatGPT-Alternative: Warum ein 79-jähriger Unternehmer Big Tech herausfordert
06.07.2026

Ein dänischer Unternehmer und ein selbst ernannter KI-Guru wollen zeigen, dass Europa nicht länger auf amerikanische Tech-Giganten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Billiganbieter: Temu, Shein und Co. steigern Marktanteil auf Rekordwert
06.07.2026

Die Verbraucher in Deutschland geben online immer mehr Geld bei Shoppingplattformen wie Temu oder Shein aus. Während die asiatischen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Porsche: Konzern streicht weitere 4.000 Jobs
06.07.2026

Wegen der Absatzkrise fallen beim Sportwagenhersteller Porsche bereits mehr als 4.000 Stellen weg. Diese Zahl könnte einem Bericht zufolge...