Unternehmensporträt

Moto-E-Motion optimiert Fahrzeuge: Innovationen sind kein Hexenwerk – nur Physik

Wie lässt sich die Effizienz von Motoren und Maschinen ohne bauliche Veränderungen verbessern? Wie das Unternehmen Moto-E-Motion durch physikalische Prinzipien Schwingungen reduziert, Wirkungsgrade erhöht und Fahrzeuge spürbar optimiert, erklärt Firmeninhaber Horst Kern im Gespräch mit den DWN.
04.04.2025 16:45
Lesezeit: 3 min
Moto-E-Motion optimiert Fahrzeuge: Innovationen sind kein Hexenwerk – nur Physik
"Unser System reduziert diese Verluste, indem es die Bindekräfte der Materialien beeinflusst" (Foto: Moto-E-Motion).

DWN: Können Sie uns einen Überblick über die Entstehung von Moto-E-Motion im Jahr 2006 und die Entwicklung des Unternehmens geben?

Horst Kern: Mein Interesse an Motoren und Effizienzsteigerung begann bereits 2002. Ich kam damals zufällig in Kontakt mit einem Kfz-Meister, der sich intensiv mit Oxidation, Verbrennung und Materialeinflüssen auf Motorleistungen beschäftigte. Erste Experimente mit speziellen Kondensatoren weckten mein wissenschaftliches Interesse.

Ursprünglich dachte ich, dass die Effekte auf elektrochemische Prozesse zurückzuführen seien. Doch mit der Zeit wurde mir bewusst, dass die Erklärung in der Quantenmechanik zu finden ist. Diese Erkenntnisse führten zu kontinuierlichen Weiterentwicklungen unserer Technologie. 2006 wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Anfangs arbeiteten wir überwiegend mit Testkunden, doch die positiven Rückmeldungen bestätigten unseren Ansatz. Heute verkaufen wir unsere Produkte hauptsächlich über Mundpropaganda. Unsere Technologie basiert auf der elektromagnetischen Wechselwirkung, einer der vier Grundkräfte der Physik, und verbessert Motoren und mechanische Systeme spürbar.

DWN: Welches physikalische Prinzip steckt hinter Ihrer Technologie?

Kern: Unsere Technologie basiert auf der elektromagnetischen Wechselwirkung – einer der vier Grundkräfte der Physik. Diese Wechselwirkung hält die Teilchen innerhalb von Atomen und Molekülen zusammen. Indem wir gezielt Einfluss auf diese Bindekräfte nehmen, können wir Materialeigenschaften verbessern. Dies führt zu einer Reduzierung von Schwingungen, weniger Energieverlusten durch Reibung und Wärme und damit zu einem höheren Wirkungsgrad von Antrieben und mechanischen Systemen. Unsere Erkenntnisse gehen dabei über klassische elektrochemische Prozesse hinaus und lassen sich besser mit Prinzipien aus der Quantenmechanik erklären.

DWN: Welche Produkte und Dienstleistungen bietet Moto-E-Motion an?

Kern: Unser Hauptprodukt ist das "Enect-System", das für Zweiräder, Pkw, Nutzfahrzeuge, Wasser- und Luftfahrzeuge eingesetzt wird. Wir optimieren nicht nur Motoren, sondern auch Fahrwerke sowie Strömungsmechaniken von Wasser- und Luftfahrzeugen. Darüber hinaus profitieren auch Maschinen wie Dreh- und Schleifmaschinen, Kompressoren oder Heizungsanlagen von unserer Technologie. Sogar Musikanlagen und Musikinstrumente lassen sich damit klanglich verbessern.

DWN: Ihr System basiert auf der elektromagnetischen Wechselwirkung. Wie verbessert dieses Prinzip die Effizienz von Antrieben?

Kern: Mechanische Antriebe verlieren bis zu 70 % ihrer Energie durch Schwingungen, Reibung und Wärme. Unser System reduziert diese Verluste, indem es die Bindekräfte der Materialien beeinflusst. Die Folge: stabilere Materialien, weniger Schwingungen und damit ein höherer Wirkungsgrad. Der Motor läuft leichter, nimmt besser Gas an und dreht effizienter durch das gesamte Drehzahlband.

DWN: Könnten Sie das Prinzip der Resonanz-Schwingungen anhand eines konkreten Beispiels aus der Fahrzeugtechnik erklären?

Kern: Moderne Motoren sind oft hubraumreduziert, abgasgeregelt und beziehen ihre Leistung über Turbolader. Dies führt zu verzögerter Leistungsabgabe und einem unharmonischen Fahrgefühl, zwar mit mehr Leistung als bei älteren nicht hubraumreduzierten Motoren, jedoch verzögert in einem zu kleinem Drehzahlband. Nach unseren Optimierungsmaßnahmen reagieren Motoren präziser auf Gaspedalbewegungen, haben ein breites, elastisches Drehzahlband, schalten schneller und nahezu unmerklich durch die Gänge und verbessern die Abgaswerte.

DWN: Welche spezifischen Maßnahmen kommen zur Optimierung der Motoren zum Einsatz?

Kern:

  • Schwingungsreduktion: Ein Kondensator wird am Motorblock angebracht und erzeugt eine Gegenschwingung, wodurch der Motor ruhiger läuft.
  • Verbesserung elektrischer Impulse: Unser Booster, der mit einem Kabel an den Motor mechanisch angeschlossen wird, sorgt für eine optimierte elektrische Verbindung und schnellere Kommunikation zwischen Motorsteuerung und Getriebe.
  • Reduktion elektrostatischer Aufladung: Spezielle Klebekondensatoren am Ansaugtrakt reduzieren Luftverwirbelungen und verbessern die Gemischbildung.
  • Kraftstoffmanagement: Durch ein Bauteil an der Kraftstoffleitung stabilisieren wir den Kraftstoff über stärkere Bindekräfte der Moleküle und Atome, sodass er auch bei hohen Temperaturen seine Energieeffizienz behält.

DWN: Ist Ihre Technologie universell auf andere Branchen übertragbar?

Kern: Ja, sie lässt sich auf alle Antriebsarten anwenden, von Verbrennungsmotoren über Elektrofahrzeuge bis hin zu industriellen Maschinen, Heizungsanlagen und elektrischen Systemen.

DWN: Wie läuft eine Anpassung des Systems an ein spezifisches Fahrzeug ab?

Kern: Die Abstimmung erfolgt individuell je nach Größe, Bauform, Hubraum und Leistung des Motors.

DWN: Gibt es Auswirkungen auf Herstellergarantien oder die Betriebssicherheit?

Kern: Nein, da durch unsere Technologie keine baulichen Veränderungen am Motor stattfinden oder Eingriffe in die Fahrzeugelektronik erforderlich sind. Die Komponenten werden an vorhandenen Befestigungspunkten montiert.

DWN: Warum hat sich diese Technologie bisher nicht großflächig durchgesetzt?

Kern: Unsere Technologie ist im Mainstream nicht bekannt, da sie sich nicht auf klassische Lehrbuchphysik stützt. Zudem brauchen wir kein großes Marketingbudget, die Auftragsbücher sind voll alleine dank Mundpropaganda. Immerhin reicht unser Netzwerk mittlerweile von Abu Dhabi bis England und in viele europäische Länder.

DWN: Haben Sie Erfahrungen mit großen Fahrzeugherstellern gemacht?

Kern: Ja, wir hatten bereits Kontakte mit Herstellern wie Mercedes, Bentley und MAN. Letztere setzen unsere Technologie derzeit in Schwerlast-Prototypen und Testfahrzeugen ein. Doch der Weg zur breiten Adaption ist schwierig, da große Konzerne oft träge und durch viele strategische Einflüsse gesteuert werden. Für ein kleines Unternehmen wie unseres kann eine Kooperation zudem riskant sein.

DWN: Arbeiten Sie aktuell an weiteren Entwicklungen?

Kern: Ständig! Viele Neuerungen entstehen aus Kundenbedürfnissen. Unser Ziel ist es, unsere Technologie weiter zu verbessern und neue Anwendungsfelder zu erschließen.

Info zur Person: Horst Kern ist Geschäftsführer der Firma Moto-E-Motion.

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Moritz Enders ist freier Autor und schreibt regelmäßig für die Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

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