Technologie

Strom aus Solaranlagen: Weltweit immer mehr Stromgewinnung aus Sonnenlicht

Sonnenstrom boomt global, der Anteil an der Stromerzeugung ist 2024 stark angestiegen – laut einer Analyse der britischen Denkfabrik Ember. Über ein Drittel des Stroms kam aber weiterhin aus Kohleverbrennung.
12.04.2025 07:48
Lesezeit: 1 min

Die Stromgewinnung aus Sonnenlicht nimmt nach einer Analyse der Denkfabrik Ember weltweit weiter zu. Der Solar-Anteil an der weltweiten Stromerzeugung stieg demnach von 5,6 Prozent im Jahr 2023 auf 6,9 Prozent im vergangenen Jahr, wie das Forschungsinstitut in London mitteilte.

Energiewende: Weltweit immer mehr Strom aus Solaranlagen

„Solar war damit das 20. Jahr in Folge die am schnellsten wachsende Energiequelle“, hieß es. Die Stromerzeugung durch Sonne habe sich in nur drei Jahren verdoppelt - 2024 habe sie weltweit mehr als 2.100 Terawattstunden betragen. Besonders groß war der Zuwachs 2024 in China, auf das mit 250 Terawattstunden mehr als die Hälfte des weltweiten Solarzuwachses entfallen sei.

„Solarenergie ist zum Motor der globalen Energiewende geworden“, erklärte Ember-Geschäftsführer Phil MacDonald. „Gepaart mit Batteriespeichern wird Solar zu einer unaufhaltsamen Kraft. Als am schnellsten wachsende und größte Quelle neuer Elektrizität ist sie entscheidend, um den stetig steigenden Strombedarf zu decken.“

Wasserkraft erzeugte 2024 weltweit 14,3 Prozent des Stroms

Auch Windkraft legte der Analyse zufolge zu. Der Anteil an der globalen Stromerzeugung sei auf 8,1 Prozent gestiegen, hieß es. Wasserkraft sei mit einem Anteil von 14,3 Prozent weiterhin die größte einzelne erneuerbare Quelle. Andere erneuerbare Energiequellen hätten 2,6 Prozent beigetragen.

Den größten Anteil an der Stromerzeugung hatte weiterhin der Energieträger Kohle - 2024 mit 34,4 Prozent. Erdgas kam auf 22 Prozent. Auf andere fossile Energieträger entfielen 2,8 Prozent. Atomkraft trug 9 Prozent bei.

Ember legte seine jährliche Analyse „Global Electricity Review“ (zu deutsch etwa: weltweite Strom-Übersicht) zum sechsten Mal vor. Ausgewertet wurden darin unter anderem Daten aus 88 Ländern, die Ember zufolge rund 93 Prozent des globalen Strombedarfs abdecken.

Erst am vergangenen Wochenende hatte der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. gemeldet, dass in Deutschland inzwischen mehr als 5 Millionen Solaranlagen bei der Bundesnetzagentur gemeldet seien. Stand 8. April 2025 entfallen davon rund 878.000 auf in Betrieb befindliche „steckerfertige Solaranlagen“, also Balkonkraftwerke, die zusammen laut Marktstammdatenregister eine Nennleistung von rund 795 Megawatt erreichen.

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