Finanzen

Sparen für Kinder: Welche Anlagen sich wirklich lohnen

Eltern wollen ihre Kinder finanziell absichern, doch viele verschenken Chancen. Statt renditestarker Anlagen dominiert Vorsicht, oft ohne Inflationsschutz. Die Zahlen einer Umfrage zeigen, wie groß die Unterschiede beim Sparen sind – und welche Strategien Berater empfehlen.
04.07.2025 07:34
Lesezeit: 2 min

Bankkonto, Aktien, Spardose: Wie Eltern für Kinder sparen

Frühes Sparen für den Nachwuchs zahlt sich später aus. Doch nur eine Minderheit der Eltern legt Geld für ihre Kinder zurück. Und überraschend viele wählen Anlagen, die keine oder kaum Rendite bringen.

Geld fürs Studium oder den Führerschein

Geld für Ausbildung, Studium oder Führerschein oder einfach ein Polster zum Start ins Erwachsenenleben: Viele Eltern sparen für ihre Kinder, doch längst nicht alle können sich das leisten. Zudem setzt die Mehrheit auf Bargeld oder Bankeinlagen und meidet Aktien, zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach legt knapp ein Drittel der Befragten (30 Prozent) Geld für den Nachwuchs zurück. 41 Prozent sparen nicht für die Kinder, zeigt die repräsentative Studie, für die im Juni gut 2.000 Menschen online befragt wurden. Weitere 30 Prozent machten als Kinderlose keine Angaben.

Gründe fürs Nicht-Sparen

Unter den Menschen, die nicht für ihre Kinder sparen, gab gut ein Drittel (35 Prozent) an, ihnen fehle das Geld dafür. Ein Fünftel (21 Prozent) findet, ihr Nachwuchs solle ab dem 18. Lebensjahr selbst Geld verdienen. 35 Prozent nannten keine Gründe.

Wie viel wird monatlich gespart?

Bei den Sparbeträgen für den Nachwuchs geht die Schere weit auseinander. Gut ein Drittel (35 Prozent) legt bis zu 50 Euro im Monat zurück, ein Viertel 50 bis 100 Euro und 16 Prozent mehr als 100 Euro. Ein knappes Fünftel spart unregelmäßig verschiedene Beträge übers Jahr. Auch Verwandte geben oft Geld dazu (39 Prozent).

Fast 40 Prozent sparen Bargeld

Die Umfrage zeigt zudem, dass viele Eltern das Geld für ihre Kinder sehr vorsichtig anlegen. So sparen 39 Prozent Bargeld oder per Spardose. Weitere 28 Prozent legen Geld auf einem Tagesgeld- oder Girokonto an und 16 Prozent investieren in Festgeld.

In Fonds oder Indexfonds (ETF), die einen Aktienindex wie den Dax oder MSCI World abbilden, investieren dagegen nur gut ein Viertel (28 Prozent). Je 13 Prozent nannten einen Bausparvertrag und einzelne Aktien.

Aktien lohnen sich langfristig

Frühes Sparen für die Kinder lohnt sich, da über die Jahre der Zinseszins-Effekt das Geld mehrt. Vermögensberater empfehlen gerade für lange Zeiträume Aktien - etwa über Indexfonds, um zu niedrigen Gebühren und breit gestreut in viele Titel zu investieren. Das reduziert Risiken. Tages- und Festgelder bringen dagegen nur wenig Zinsen, sodass Sparer die Inflation meist nicht ausgleichen können - ihr Geld für die Kinder verliert so an Wert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hier sind die besten und schlechtesten Rentensysteme der Welt
22.10.2026

Deutschlands Rentensystem gerät zunehmend unter Druck, während Dänemark im weltweiten Renten-Ranking auf den zweiten Platz klettert....

DWN
Politik
Politik Steuereinnahmen steigen: Klingbeil sieht trotzdem keinen neuen Spielraum
22.10.2026

Die neue Steuerschätzung bringt dem Bund Milliarden an zusätzlichen Einnahmen. Für Finanzminister Lars Klingbeil bedeutet das trotzdem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rüstungsboom statt Autokrise: Mittelstand drängt in die Wehrtechnik
22.10.2026

Deutschlands Wehretat knackt die 100-Milliarden-Euro-Marke und treibt den industriellen Strukturwandel voran. Weil das klassische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX mit Milliardengewinn: Elon Musk plant die größte Fusion aller Zeiten
22.10.2026

Elon Musk meldet einen Milliardengewinn bei SpaceX und denkt bereits über den nächsten historischen Schritt nach. Eine Fusion mit Tesla...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verbrenner-Aus in der EU: Lockerung nimmt erste Hürden im Europaparlament
22.10.2026

Das geplante Verbrenner-Aus könnte weniger strikt ausfallen als bislang vorgesehen. Im Europaparlament haben sich erste Ausschüsse für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mittelschicht in Deutschland: Ab welchem Einkommen Sie wirklich dazugehören
22.10.2026

Viele Deutsche halten sich für durchschnittliche Verdiener, obwohl sie längst zu den oberen Einkommensgruppen gehören. Eine neue Studie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Barclays streicht 5.000 Stellen: KI soll Produktivität erhöhen
22.10.2026

Die britische Großbank Barclays baut Tausende Arbeitsplätze ab. Ein Teil der Einsparungen wird ausdrücklich mit höherer Effizienz durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Ich überlege schon, mein Portfolio für Weihnachten einzukaufen
22.10.2026

Seit längerer Zeit beobachte ich einen bestimmten Sektor und warte geduldig auf den richtigen Zeitpunkt zum Kaufen. Vielleicht ist er...