Unternehmen

Tupperware-Neustart in fünf europäischen Märkten

Tupperware-Neustart mit dem französischen Investor Cédric Meston: Der Frischhaltedosenspezialist wagt den mutigen Schritt, das Geschäft in fünf Ländern wiederzubeleben. Doch gelingt es, die Kultmarke erfolgreich ins digitale Zeitalter zu führen – oder überwiegen die alten Probleme?
02.09.2025 17:44
Lesezeit: 1 min

Tupperware: Neustart mit französischem Investor in fünf europäischen Märkten

Ein französischer Investor startet mit dem französischen Zweig des insolventen US-Frischhaltedosenspezialisten Tupperware in mehreren europäischen Staaten neu. Neben Frankreich und Deutschland läuft der Vertrieb nun auch in Belgien, Italien sowie Polen wieder an, erklärte Unternehmer Cédric Meston. Das Insolvenzverfahren für Tupperware France sei abgeschlossen, das Gericht habe den Sanierungsplan bestätigt. 20.000 selbständig arbeitende Verkaufsberaterinnen und -berater nahmen in den jeweiligen Märkten erneut ihre Tätigkeit auf. Bis Ende des Jahres soll weiterhin ein Jahresumsatz von 100 Millionen Euro erreicht werden.

Neuaufstellung und Produkterweiterung

Das Unternehmen sei mit seiner Logistik sowie den Vertriebsstrukturen komplett neu konzipiert worden. Zusätzlich wurde das Sortiment über die bekannten Kunststoffboxen hinaus auf Edelstahl-, Glas- und recycelte Kunststoffbehälter erweitert. Gründer und Unternehmer Meston (31) hatte Tupperware France im März mit Geschäftspartnern übernommen, um einen raschen Tupperware-Neustart umzusetzen. Meston ist zudem Mitbegründer der Marke HappyVore, die pflanzliche Fleischalternativen vertreibt.

Tradition, Direktvertrieb und verpasste Chancen

Tupperware, der Frischhaltedosenspezialist und Pionier für Plastikgefäße, wurde 1946 ins Leben gerufen und baute seinen Erfolg auf dem Direktvertrieb auf: Tupperware-Partys, bei denen Berater die Boxen und Küchenprodukte präsentierten. Der Großteil der Erlöse resultierte aus diesem Direktmarketing. Doch durch die Fixierung auf das bewährte Modell verpasste man lange Chancen im Online-Handel. Erst 2022 begann Tupperware, Produkte unter anderem bei Amazon (ISIN: US0231351067) online anzubieten und strebte zusätzlich in Regale stationärer Händler. Vor einem Jahr stellte Tupperware in den USA schließlich einen Insolvenzantrag, Anfang 2025 stellte der Hersteller für Haushaltswaren dann sein Geschäft endgültig auch in Deutschland ein.

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