Finanzen

Gold und Silber: Preise erholen sich nach heftigen Einbrüchen

Nach heftigen Einbrüchen springen die Preise für Gold und Silber wieder nach oben. Anleger reagieren auf die rasanten Schwankungen, während Experten weiterhin kurzfristige Volatilität erwarten.
03.02.2026 11:03
Aktualisiert: 03.02.2026 11:03
Lesezeit: 1 min
Gold und Silber: Preise erholen sich nach heftigen Einbrüchen
Gold und Silber ziehen nach starken Einbrüchen wieder an. Experten warnen vor kurzfristigen Preisschwankungen und Chancen für Anleger. (Foto: dpa) Foto: Roland Weihrauch

Preise für Gold und Silber steigen deutlich

Nach starken Einbrüchen ziehen die Gold- und Silberpreise wieder an. Zuvor hatten die Edelmetalle monatelang neue Rekorde angepeilt.

Die Preise für Gold und Silber setzten am Dienstag nach den Rückschlägen zu einer deutlichen Erholung an. Eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) wurde an der Metallbörse in London bei 4.937 US-Dollar gehandelt und lag damit rund sechs Prozent über dem Vortag.

Seit Freitag war der Goldpreis stark gefallen und erreichte zu Wochenbeginn bei 4.402 Dollar den tiefsten Stand seit fast vier Wochen. Das sind fast 1.200 Dollar beziehungsweise etwa ein Fünftel weniger als beim Rekordhoch am Donnerstag.

Silberpreise steigen noch kräftiger

Beim Silber fiel die Erholung am Dienstag noch ausgeprägter aus: Die Feinunze wurde am Morgen bei 87,91 Dollar gehandelt, fast elf Prozent über dem Vortag. Zuvor war der Silberpreis in den beiden Handelstagen zuvor von einem Rekordhoch bei über 121 Dollar am Donnerstag bis auf 71 Dollar am Montag gefallen.

Ahmad Assiri, Marktstratege beim Handelshaus Pepperstone, schätzt die Rahmenbedingungen für den Edelmetallhandel trotz der jüngsten Einbrüche als weitgehend unverändert ein. Kurzfristig sei weiterhin mit Preisschwankungen zu rechnen, "da die Märkte die jüngsten Turbulenzen weiterhin verarbeiten und ihre Risikobereitschaft neu bewerten".

Gründe für die jüngsten Einbrüche

Ein wesentlicher Auslöser der jüngsten Rückgänge bei Edelmetallen waren Bewegungen beim Dollar. Hinzu kommen Spekulanten, die auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Diese hatten zeitweise auf noch höhere Metallpreise gesetzt und die spekulativen Geschäfte teilweise über Kredite finanziert. Bei sinkenden Preisen gerieten sie schnell unter Druck und mussten Positionen verkaufen. Dies löste eine Abwärtsspirale aus.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose: Warum die nächsten Tage alles verändern könnten
14.10.2026

Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nach massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrutsch auf nahezu...

DWN
Finanzen
Finanzen Sollte ich US-Banken kaufen? Warum ich Citigroup und Wells Fargo genauer prüfe
14.10.2026

Nach der starken Rally ist bei US-Bankaktien Ernüchterung eingekehrt. Gleichzeitig steigen die Gewinne vieler Institute weiter. Für mich...

DWN
Technologie
Technologie Kühlschränke im Auftaumodus: Cyberangriff stört Kühlanlagen französischer Handelsketten
14.10.2026

Eine Cyberattacke störte die Funktion von Kühlschränken mehrerer französischer Handelsketten. Lebensmittel müssen weggeworfen werden -...

DWN
Politik
Politik Regierungsbildung liegt auf Eis: Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin
14.10.2026

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer...

DWN
Immobilien
Immobilien Nach Fehlstart: „Jung kauft Alt“ wird massiv aufgestockt – lohnt sich die Eigenheimförderung?
14.10.2026

Bis zu 40.000 Euro mehr Kredit, Zinsen weit unter Marktniveau und lockerere Sanierungsvorgaben: Nach schwachem Start bessert der Bund bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mazda CX-5 im Test: Evolution statt Revolution
14.10.2026

Mazda erfindet den CX-5 nicht neu, sondern entwickelt ihn gezielt weiter. Die dritte Generation bietet mehr Platz, bessere...

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Finanzen
Finanzen ASML-Aktie im Fokus: KI-Boom beschert Milliarden-Gewinn – ASML hebt Prognose nach Rekordquartal
14.10.2026

Der niederländische Chipkonzern ASML hat für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro gemeldet bei fast fünf...