Finanzen

Teures Kerosin: Reiche sieht Belastung für Urlaubsreisende

Urlauber müssen sich als eine Folge des Iran-Krieges künftig auf höhere Flugpreise einstellen. Wie Wirtschaftsministerin Reiche die Lage beim Flugkraftstoff einschätzt.
12.05.2026 10:18
Lesezeit: 1 min
Teures Kerosin: Reiche sieht Belastung für Urlaubsreisende
In Zukunft soll in der Raffinerie PCK Schwedt E-Kerosin zur industriellen Produktion hergestellt werden. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

Teures Kerosin: Reiche sieht Belastung für Urlaubsreisende

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) rechnet angesichts eines angespannten Kerosin-Marktes mit höheren Preisen für Flüge, bislang jedoch nicht mit großen Ausfällen im Luftverkehr. Vorhandene Kerosin-Reserven seien bislang noch keineswegs aufgebraucht, sagte Reiche bei einem Besuch der Ölraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt. "Ich möchte aber auch sagen, dass ich für einen Unterschied werbe, ob ein Flug teurer wird oder ob der gesamte Flugverkehr nicht mehr stattfinden könnte. Und mir erscheint manche öffentliche Diskussion doch weit überzogen."

Reiche sagte mit Blick auf Urlaubsflüge: "Ja, der Markt zeigt zurzeit durch hohe Preise ein Verhalten, was für den individuellen Urlaubsreisenden eine Belastung werden kann." Aber ein teurer Flug heiße nach wie vor, dass die Airlines fliegen könnten. Die Situation sei stabil, aber bei höheren Preisen.

Preise stark gestiegen

Infolge der wegen des Iran-Kriegs gestörten Öltransporte durch die Straße von Hormus schnellten die Preise für Kerosin in die Höhe. Die PCK-Ölraffinerie in Schwedt produziert den Flugzeug-Treibstoff unter anderem für den Hauptstadtflughafen BER.

Ministerin Reiche brachte bei ihrem Besuch in Schwedt einen Fördermittel-Bescheid über 350 Millionen Euro mit für eine geplante Produktionsanlage für synthetische Flugzeugkraftstoffe. Die Unternehmen Enertrag und Zaffra wollen das Projekt im Industriepark der PCK-Raffinerie bis 2030 realisieren. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die größte Anlage in Deutschland zur industriellen Produktion von E-Kerosin.

Für klimafreundlicheres Fliegen soll mit CO2 aus Biomasse und mit aus erneuerbarer Energie gewonnenem Wasserstoff eine Alternative zu fossilem Kerosin hergestellt werden.

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