Finanzen

US-Märkte im Überblick: Wall Street im Höhenflug nach US-Iran-Abkommen

Ein diplomatischer Durchbruch sorgt für unerwartete Dynamik an den Finanzmärkten – was Anleger zu den aktuellen Marktentwicklungen wissen müssen.
15.06.2026 22:34
Aktualisiert: 15.06.2026 22:34
Lesezeit: 3 min
US-Märkte im Überblick: Wall Street im Höhenflug nach US-Iran-Abkommen
Bewegung an den US-Börsen prägt die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. (Foto: Domingo Saez Romero/iStock) Foto: Domingo Saez Romero/iStock

Aufatmen an den Märkten und sinkende Ölpreise

US-Aktien zogen am Montag deutlich an, während die Ölpreise auf ein Dreimonatstief fielen, nachdem die USA und der Iran ein vorläufiges Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt hatten.

Alle drei großen US-Indizes schlossen im Plus; der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,92 Prozent auf einen neuen Rekordschlussstand von 51.671,03 Punkten. Der technologielastige Nasdaq sprang um 3,07 Prozent auf 26.683,94 Zähler, während der S&P 500 um 1,65 Prozent auf 7.554,29 Punkte kletterte.

Der Preis für Brent-Rohöl brach im späten Handel um mehr als 4 Prozent auf rund 83 US-Dollar pro Barrel ein, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montag erklärte, dass die Meerenge am Freitag mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung „geöffnet“ werde.

Die Ankündigung stammte zunächst vom pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, gefolgt von Trump und den iranischen Staatsmedien – was die Hoffnungen auf ein Ende der durch den Nahostkonflikt ausgelösten Energiekrise weckte.

Tech-Werte und Raumfahrt beflügeln die Indizes

KI-bezogene Titel stützten erneut die Kursgewinne an der Wall Street. Nachdem die Aktien von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beim Börsengang am Freitag bereits um 19 Prozent in die Höhe geschossen waren, kletterten sie am Montag um bis zu 17 Prozent – wodurch die Unternehmensbewertung auf über 2,4 Billionen US-Dollar (1,8 Billionen Euro) stieg.

Die Aktien von Supermicro Computer stiegen um 1,28 Prozent, während die Halbleiterhersteller Micron Technology und Nvidia um 10,84 Prozent beziehungsweise 3,54 Prozent zulegten.

Gegensätzliche Entwicklungen bei Transport- und Energieaktien

Transportunternehmen gehörten zu den größten Profiteuren der sinkenden Ölpreise. United Airlines und Southwest Airlines legten um 3,85 Prozent beziehungsweise 1,34 Prozent zu, während Norwegian Cruise um 3,65 Prozent kletterte.

Der Energiesektor verzeichnete die stärksten Einbußen: Chevron fiel um 3,64 Prozent, während Exxon Mobil 4,14 Prozent nachgab. Marathon Petroleum und Occidental Petroleum sanken um 4,83 Prozent beziehungsweise 3,68 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Ökonomie der App-Stores: Welche Branchen das größte Wachstum im mobilen Sektor verzeichnen

Das rasante Wachstum mobiler Apps ist eines der prägenden Merkmale der heutigen digitalen Wirtschaft. Menschen kaufen darüber ein,...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Getreidehandel: Drohen steigende Lebensmittelpreise wegen des Seekriegs im Schwarzen Meer?
26.07.2026

Die Kämpfe auf dem Schwarzen Meer haben längst wirtschaftliche Folgen weit über die Region hinaus. Reedereien ändern ihre Routen,...

DWN
Technologie
Technologie 242 Stunden im Minus: Darum läuft Deutschlands Strommarkt aus dem Takt
26.07.2026

Immer häufiger fällt der Börsenpreis für Strom unter null. Der billige Überschuss kostet Deutschlands Steuerzahler und Industrie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ein Nobelpreisträger erklärt: Niedrige Geburtenraten töten das Wirtschaftswachstum nicht
26.07.2026

Sinkende Geburtenraten gelten oft als Gefahr für Wachstum und Wohlstand. Doch Nobelpreisträger Daron Acemoglu kommt zu einem anderen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmensmedien: Wer nur Inhalte postet, hat den Kampf um Kunden bereits verloren
26.07.2026

Unternehmen produzieren Podcasts, Videos und LinkedIn-Beiträge, doch das Publikum bleibt aus. Der Grund: Viele behandeln Inhalte wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Geldpolitik wurde unter Greenspan zur Macht über die Märkte
26.07.2026

Alan Greenspan konnte mit einem Halbsatz Märkte beruhigen oder verunsichern. Fast zwei Jahrzehnte lang galt der Fed-Chef als Dirigent der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lohntransparenz: Nordea legt Gehälter offen und verändert die Machtverhältnisse
26.07.2026

Was geschieht, wenn Beschäftigte plötzlich erkennen können, ob ihr Gehalt am oberen oder unteren Ende der vorgesehenen Spanne liegt? Die...

DWN
Panorama
Panorama Hitzefalle Spielplatz: Wie Städte für mehr Schatten sorgen wollen
26.07.2026

Die Sommer werden heißer, und viele Spielplätze geraten an ihre Grenzen. Fehlender Schatten und aufgeheizte Flächen erschweren das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Britische Wirtschaft: Die Heimat des Kapitalismus steckt in der Wachstumsfalle
26.07.2026

Großbritannien wechselt seine Regierungschefs, doch die Wirtschaft bleibt stehen. Seit der Finanzkrise wächst die Heimat des Kapitalismus...