Finanzen

US-Marktbericht: Tech-Aktien unter Druck trotz Hoffnungen auf US-Iran-Friedensabkommen

Spannungen an den Weltmärkten: Welche Entwicklungen Sie jetzt im Auge behalten müssen.
22.06.2026 22:12
Aktualisiert: 22.06.2026 22:12
Lesezeit: 2 min
US-Marktbericht: Tech-Aktien unter Druck trotz Hoffnungen auf US-Iran-Friedensabkommen
Bewegung an den US-Börsen prägt die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. (Foto: Domingo Saez Romero/iStock) Foto: Domingo Saez Romero/iStock

Gemischte Signale an den US-Leitbörsen

Die Wall Street schloss am Montag überwiegend im Minus, da fallende Technologieaktien und ein starker Kursrückgang bei SpaceX den S&P 500 belasteten.

Der marktbreite Index fiel um 0,37 Prozent auf 7.472,79 Punkte, während die technologielastige Nasdaq um 1,32 Prozent nachgab und bei 26.166,60 Punkten schloss. Der Dow Jones Industrial Average legte um 0,29 Prozent zu und kletterte auf 51.712,71 Punkte.

Geopolitische Entwicklungen belasten den Ölpreis

Unterdessen gaben die Preise für Rohöl der Sorte Brent um rund 3 Prozent nach und pendelten im späten handel angesichts erneuter Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran um die Marke von 78 US-Dollar pro Barrel.

US-Vizepräsident JD Vance erklärte am Montag nach der ersten Runde der Spitzengespräche im Schweizer Resort Bürgenstock gegenüber Reportern, der Iran habe sich im Rahmen eines Abkommens, das die Sanktionen gegen Teherans Ölexporte aufheben und die Straße von Hormus wieder öffnen solle, dazu bereit erklärt, UN-Atominspekteure wieder ins Land zu lassen.

In Anlehnung an eine frühere Erklärung der Vermittler sagte Vance, es sei ein „gutes Fundament“ für ein „erfolgreiches endgültiges Abkommen“ zur Beendigung des Konflikts gelegt worden.

Licht und Schatten im Technologiesektor

Technologieaktien trugen am Montag die Hauptlast der Verluste. Die Google-Muttergesellschaft Alphabet fiel um 5 Prozent, während Amazon und Meta um 4 Prozent beziehungsweise 2 Prozent nachgaben.

SpaceX von Elon Musk belastete die Nasdaq schwer und stürzte um mehr als 14 Prozent ab, was für den Raketenbauer den dritten Tagesverlust in Folge markierte. Dennoch notiert die Aktie mit 154,60 US-Dollar weiterhin rund 15 Prozent über ihrem Emissionspreis von 135 US-Dollar.

Letzte Woche berichtete Bloomberg, dass das Raketen-, Satelliten- und KI-Konglomerat plant, bei seiner ersten Anleiheemission mindestens 20 Milliarden US-Dollar einzusammeln.

Chip-Aktien entwickelten sich weiterhin stark.

Micron Technology stieg aufgrund zweier Kurszielanhebungen um fast 6 Prozent, während die anderen Halbleiterhersteller Intel und Advanced Micro Devices um 4 Prozent beziehungsweise 1 Prozent zulegten.

Der Speicherspezialist Super Micro Computer schoss um bis zu 16,6 Prozent in die Höhe.

Andernorts verbuchte der in New York notierte irische Baustoffriese CRH leichte Gewinne, nachdem die Aktie zur Eröffnung im Zuge der Bestätigung der 8,5 Milliarden US-Dollar (7,4 Milliarden Euro) schweren Übernahme des US-Konkurrenten Arcosa zunächst um 2,6 Prozent gefallen war. Die Aktien von Letzterem sprangen um 6,7 Prozent in die Höhe.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Führungswechsel in Kiew: Proteste überschatten Wahl der neuen ukrainischen Regierung
16.07.2026

Mitten im Abwehrkampf gegen Russland erlebt die Ukraine eine dramatische Regierungsumbildung. Während das Parlament in Kiew mit Serhij...

DWN
Politik
Politik Konflikt im Nahen Osten: Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft trotz neuer Drohungen
16.07.2026

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht eine neue Rolltreppe der Eskalation. Während Washington den militärischen Druck...

DWN
Politik
Politik EU-Asylreform: Italien blockiert weiter Rücknahmen
16.07.2026

Die neuen EU-Asylregeln sollen eigentlich klären, welcher Mitgliedstaat für Schutzsuchende zuständig ist. Doch ein Bericht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Aktienkäufe: Die Notenbank als letzter Retter der Börse
16.07.2026

Beim nächsten großen Börsencrash könnte die US-Notenbank zu einem Mittel greifen, das bislang als Tabubruch gilt: dem Kauf von...

DWN
Panorama
Panorama Miteinander statt Frust: Wie der Bund das Heimatgefühl vor Ort stärken will
16.07.2026

Geschlossene Läden, fehlende Ärzte und teurer Wohnraum sorgen vielerorts für Frust. Die Bundesregierung will Alltagsproblemen in Stadt...

DWN
Politik
Politik Steuerbetrug: Bundesregierung will härter durchgreifen
16.07.2026

Die Bundesregierung will Steuerkriminalität stärker bekämpfen und Ermittlungen besser bündeln. Finanzminister Lars Klingbeil und...

DWN
Politik
Politik Zivilschutz und Abschreckung: Deutschland stellt sich auf neue Bedrohungslage ein
16.07.2026

Deutschland richtet seine Sicherheitsstrategie stärker auf die Bedrohung durch Russland aus. Außenminister Johann Wadephul fordert ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Chemie verliert den Anschluss: Investitionen brechen weiter ein
16.07.2026

Die Produktion der Chemiebranche sinkt weiter, die Investitionen gehen zurück. Der Branchenverband VCI sieht keine Trendwende und senkt...