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Megastörung bei der Deutschen Bahn: kein Angriff sondern Technikaustausch

Nach dem bundesweiten Zugfunk-Ausfall suchen IT- und Sicherheitsexperten nach der Ursache. Ein Angriff kann jetzt ausgeschlossen werden: Die Deutsche Bahn nennt einen Techniktausch als Grund der Störung.
24.06.2026 12:18
Lesezeit: 2 min

Nach Stillstand: Bahn nennt Techniktausch als Ursache

Nach dem bundesweiten Ausfall des Zugverkehrs in der Nacht hat die Deutsche Bahn erste Details zur Ursache genannt: Demnach war der "planmäßige Tausch einer technischen Komponente" beim digitalen Bahnfunksystem GSM-R Auslöser für die Probleme, wie der Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo, Philipp Nagl, mitteilte. "Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität." Weitere Details nannte der bundeseigene Konzern nicht.

Nach Zugfunk-Ausfall: Fehlersuche bei der Deutschen Bahn

Nach der bundesweiten Störung im Bahnverkehr durch Probleme mit dem digitalen Bahnfunk sind Sicherheits- und IT-Experten auf Fehlersuche. Ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sagte auf Anfrage, das BSI und die Deutsche Bahn stünden seit Dienstagabend in engem Austausch zu dem Vorfall. Nähere Angaben machte er nicht.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass ein fehlerhaftes Software-Update das Problem verursacht hat. Hinweise auf einen Cyberangriff als Ursache wurden nach dpa-Informationen nicht festgestellt. Die Deutsche Bahn habe einen Angriff schon relativ früh für sehr unwahrscheinlich gehalten, hieß es.

Auch nach rbb-Informationen gehen Sicherheitsbehörden nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet. Von einem solchen Software-Update berichteten Bahnmitarbeitende auch dem SWR. Bei der Bahn hieß es zunächst, die Untersuchung zur Ursache dauere an.

Eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der Deutschen Bahn (DB) am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.

Deutsche Bahn: Störung ist behoben - Verkehr läuft wieder an

Die Störung bei der Deutschen Bahn ist dem bundeseigenen Konzern zufolge behoben. "Der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an", sagte ein Sprecher der dpa. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. "Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden", hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld.

Die Deutsche Bahn hatte die Ursache der Störung, die zu einem bundesweiten Stopp des Zugverkehrs führte, zwischenzeitlich identifiziert. Genauere Informationen zur Ursache gab es zunächst nicht. Der Bahnverkehr war am späten Dienstagabend wegen einer Funkstörung eingestellt worden. Den Angaben des Sprechers zufolge war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört.

Betroffen waren in einigen Städten auch S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden, ebenso Privatbahnen und auch der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist.

In Berlin war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Grund sei eine netzweite Störung im Kommunikationssystem, teilte die Berliner S-Bahn auf ihrer Webseite mit. Betroffen seien alle Linien.

In Stuttgart hieß es: "Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht. Prüft in der Reiseauskunft eure Verbindung auf alternative Verkehrsmittel. Wir geben euch Bescheid, sobald wir neue Informationen haben und einschätzen können, wie lange die Störung dauert."

In Hamburg hingegen war der Verkehr der Hochbahn nicht betroffen. Alle U-Bahn-Linien fahren, wie ein Sprecher der Hochbahn der dpa sagte.

Auch Privatbahnen waren betroffen. Das Unternehmen Metronom, das Nahverkehrszüge in Niedersachsen, Bremen und Hamburg betreibt, teilte mit, dass alle Züge auf allen Strecken betroffen seien.

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