IBM-Aktie stürzt ab: IT-Konzern enttäuscht mit Quartalszahlen
Das IT-Unternehmen IBM hat im zweiten Quartal ein verändertes Investitionsverhalten seiner Kunden zu spüren bekommen. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal nach vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen überraschend am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Quartalszahlen mitteilte. Analysten hatten jedoch mit einem deutlich stärkeren Wachstum gerechnet.
Dabei legten die Erlöse mit Software um 5 Prozent zu. Der Umsatz mit Infrastruktur ging hingegen um 7 Prozent zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um fünf Prozent auf 2,93 Dollar. Die IBM-Aktie rutschte im vorbörslichen US-Handel um mehr als ein Fünftel ab und belastete auch andere Software-Aktien wie die von Microsoft und SAP.
IBM-Aktie unter Druck: Kunden investieren in Hardware
In den letzten Juniwochen hätten die Kunden ihr Geld verstärkt in den Kauf von Servern, Speicher und Arbeitsspeicher gesteckt, schrieb Unternehmenschef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionäre. Damit hätten sie möglichen Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgegriffen.
Zwar habe das Unternehmen bestimmte Auswirkungen durch die Lieferketten bereits einkalkuliert, doch das Ausmaß dieser Neuausrichtung der Investitionsausgaben habe es nicht vorhergesehen.
