Wirtschaft

Schwedischer Konzern übernimmt deutsche Sportmarken

Der Sportartikelhersteller Uhlsport aus Balingen auf der schwäbischen Alb rüstet zahlreiche Fußballteams aus. Jetzt greift ein schwedischer Konzern zu. Was das für die Mitarbeiter bedeutet, bleibt unklar.
02.09.2026 07:34
Lesezeit: 1 min
Schwedischer Konzern übernimmt deutsche Sportmarken
Die schwedische New Wave Group übernimmt Uhlsport und Kempa. (Bild: dpa) Foto: Uwe Anspach

Schwedische Firma kauft Traditionsmarken Uhlsport und Kempa

Der börsennotierte schwedische Textilkonzern New Wave Group kauft den traditionsreichen Sportartikelhersteller Uhlsport aus Balingen. Eine Vereinbarung zur Übernahme von 100 Prozent der Aktien habe man unterzeichnet, die Transaktion solle bis Anfang Oktober abgewickelt werden, teilte die New Wave Group mit. Die Uhlsport GmbH erklärte, man werde durch die Übernahme Teil einer internationalen Unternehmensgruppe.

Die Firma im Zollernalbkreis wurde 1948 als Spezialist für Lederstollen gegründet und vertreibt unter den Marken "Uhlsport" und "Kempa" Bekleidung, Accessoires und Ausrüstung für Teamsportarten, insbesondere für Fußball und Handball. Mit Zentrallagern in Balingen und Bisingen sowie Tochtergesellschaften in Frankreich, Schweden und Spanien verkauft das Unternehmen laut New Wave Group seine Produkte an Kunden in ganz Europa und weltweit. Im vergangenen Jahr habe Uhlsport einen Umsatz von rund 67 Millionen Euro erzielt und dabei einen geringfügigen Verlust verzeichnet.

Uhlsport bleibt eigenständig

Die New Wave Group, die über die Sportmarke Craft Vereinbarungen mit rund 5.000 Vereinen in ganz Europa habe, wolle Uhlsports starke und langjährige Beziehungen zu Vereinen, Nationalmannschaften und Verbänden nutzen, um ein noch breiteres Sortiment an Bällen, Schienbeinschonern und Torwarthandschuhen anbieten zu können.

Die Uhlsport GmbH werde ihre Eigenständigkeit innerhalb der New Wave Group sowie den Hauptsitz in Balingen behalten, teilte die Firma mit. Auch das Management mit Geschäftsführerin Melanie Steinhilber werde unverändert im Unternehmen bleiben und die beiden Marken "Uhlsport" und "Kempa" eigenständig weiterführen. Die Übernahme sei eine große Chance für die Uhlsport GmbH, so Steinhilber.

Zu den Folgen der Übernahme für die rund 200 Beschäftigten am Balinger Hauptsitz äußerte sich Uhlsport auf Anfrage zunächst nicht. Der langjährige Uhlsport-Gesellschafter Günter Daiss sagte: "Ich gebe das Unternehmen in gute Hände und schaffe damit bewusst den Raum für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung".

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