Unternehmen

Tariflöhne steigen in Deutschland schneller als in Frankreich

Lesezeit: 1 min
18.06.2014 12:50
Die deutschen Tariflöhne stiegen im letzten Jahr durchschnittlich um 2,6 Prozent. In Frankreich gab es dagegen nur einen Zuwachs von 1,7 Prozent. Allerdings schwanken die deutschen Löhne je nach Branche viel stärker als in Frankreich.
Tariflöhne steigen in Deutschland schneller als in Frankreich

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Deutsche Arbeitnehmer haben 2013 das zweite Jahr in Folge stärkere Lohnerhöhungen erhalten als ihre Kollegen in Frankreich. Die tariflichen Monatsverdienste in der Privatwirtschat stiegen um durchschnittlich 2,6 Prozent, im Nachbarland dagegen nur um 1,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. 2012 hatte das Plus hierzulande bei 2,8 Prozent gelegen, in Frankreich bei 2,1 Prozent.

Bei der Kaufkraft schmilzt der deutsche Vorsprung allerdings. Grund dafür ist, dass die Preise schneller stiegen als in Frankreich. Die Teuerungsrate lag 2013 bei 1,6 Prozent, im Nachbarland dagegen nur bei 1,0 Prozent.

Auffällig ist zudem, dass die Tariferhöhungen in den einzelnen Branchen in Deutschland viel stärker schwanken. Das kleinste Plus bekamen mit 1,5 Prozent die Tarifbeschäftigten im Bereich „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, zu dem beispielsweise Wach- und Sicherheitsdienste, Zeitarbeit, Landschafts- und Gartenbau sowie Reisebüros zählen. In der Immobilienwirtschaft fiel der Zuwachs mit 3,3 Prozent am größten aus.

In Frankreich schwankten die Tariferhöhungen dagegen nur zwischen 1,1 Prozent in der Energieversorgung und 1,9 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. Derzeit streiken dort die Eisenbahner der SNCF für höhere Tariflöhne (mehr hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Politik
Politik Alarm in Frankreich: Astrazeneca-Impfstoff hat mehr Nebenwirkungen als vermutet

Mehreren Berichten zufolge hat der Astrazeneca-Impfstoff stärkere Nebenwirkungen als bisher vermutet. Mehrere französische Krankenhäuser...

DWN
Deutschland
Deutschland Intensivmediziner fordern Lockdown-Verlängerung bis April

Eine ansteckendere Corona-Variante breitet sich aus, gleichzeitig sind Lockerungen geplant: Aus Sicht deutscher Intensivmediziner dürfte...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenverband-Studie: Kreditnachfrage der Unternehmen rückläufig

Die Banken in Deutschland rechnen mit einer weiterhin schwachen Kreditnachfrage.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Börse wurde in einen Zirkus verwandelt

Die Finanzwelt hat sich meilenweit von der Realwirtschaft entfernt. Die Gründe für diese Entwicklung sind einfach – und erschreckend...

DWN
Politik
Politik Lassen Mitglieder der Bundesregierung kritische Journalisten ausspähen?

Einem Bericht zufolge ließ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Journalisten „ausforschen“. Der Deutsche Journalisten-Verband ist...

DWN
Politik
Politik China behauptet: Menschenrechte werden vom Westen als Instrument politischer Manipulation eingesetzt

Chinesische Staatsvertreter sind empört über westliche Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen. Diese Länder sollten sich angesichts...

DWN
Politik
Politik Ostdeutsche Ministerpräsidenten für Ende der Russland-Sanktionen

Nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer haben Sanktionen als Instrument der Politik keine Zukunft. Und laut Sachsen-Anhalts...

DWN
Politik
Politik Corona-Masken-Affäre: Razzia bei Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Der Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Nüßlein, steht nach Angaben der „Bild-Zeitung“ im Verdacht, einem...

DWN
Politik
Politik EU-Gipfel berät über Impfstoffproduktion und digitalen Impfpass

Die 27 Staaten der Europäischen Union wollen auf ihrem Gipfeltreffen das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie absprechen. Unter anderem...

DWN
Deutschland
Deutschland Hamburger Hafen lässt die Krise hinter sich

Im Hamburger Hafen kommt der Seegüterumschlag nach dem Corona-bedingen Einbruch wieder in Fahrt. Denn sein größter Handelspartner China...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chemnitzer Tec-Schmiede bekämpft mit Anti-Fälschungs-Code afrikanische Malaria-Mafia

In Afrika hat sich eine Mafia herausgebildet, die Milliarden an gefälschten Medikamenten verdient. Jetzt hat ein deutscher Mittelständler...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Deutschland
Deutschland Groß-Razzia gegen Salafisten in deutscher Hauptstadt – Hunderte Polizisten im Einsatz

Die Polizei in Berlin und Brandenburg durchsucht am frühen Morgen zahlreiche Wohnungen. Dabei geht es um eine radikal-islamistische...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...