Finanzen

Börsen in Asien: Japan im Plus, China mit Abwärtstrend

Lesezeit: 1 min
07.07.2015 09:51
Der Aktienmarkt in Japan hat am Dienstag einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wettgemacht. Dagegen setzte die chinesische Börse trotz Stützungsmaßnahmen ihre Talfahrt fort.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Aktienmarkt in Japan hat am Dienstag einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wettgemacht. Dagegen setzte die chinesische Börse trotz Stützungsmaßnahmen ihre Talfahrt fort. Vor allem kleinere Werte gaben erneut nach. Medienberichten zufolge kündigten deshalb mehr als 200 in der Volksrepublik notierte Firmen an, den Handel auszusetzen. Die Sorge davor, dass der Aktienmarkt in China nicht stabilisiert werden kann, belastete auch weitere Handelsplätze in Fernost. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag rund 0,4 Prozent im Minus.

In Tokio stieg der Nikkei 1,3 Prozent auf 20.376 Punkte. Das klare "Nein" der Griechen zu weiteren Sparauflagen der Geldgeber hatte am Montag die Börsen weltweit belastet, aber nicht zu einer Panik geführt. Viele Investoren gingen davon aus, dass die Regierung in Athen trotz der Ablehnung einen Ausstieg aus der Euro-Zone verhindern kann. Ministerpräsident Alexis Tsipras habe Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, zum Sondergipfel der Euro-Zone im Laufe des Tages einen Vorschlag für eine Einigung vorzulegen, sagte ein Insider.

In China büßte der Shanghai Composite weitere 2,3 Prozent ein. Auch in Hongkong lag der Index fast ein Prozent niedriger. Damit verpufften die am Wochenende angekündigten Stützungsmaßnahmen. Einem Bericht des "Shanghai Securities Journal" zufolge haben 21 Broker ihre Zusagen umgesetzt und gut 20 Milliarden Dollar in einen Fonds für Aktienkäufe gesteckt. Zudem sollten Börsengänge ausgesetzt werden, um dem Markt nicht weitere Liquidität zu entziehen. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sagte auf einer Regierungs-Website, das Land habe die Fähigkeit mit den wirtschaftlichen Risiken fertig zu werden.

Der Euro gab leicht nach und lag im asiatischen Handel zuletzt bei 1,1039 Dollar nach 1,1056 Dollar zum Handelsschluss in New York.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Reservisten-Präsident und Militärexperte Patrick Sensburg: „Die Ukraine braucht Langstreckenwaffen“
23.06.2024

Seit Ende Mai ist es der Ukraine erlaubt, mit westlichen Waffen Ziele in Russland zu beschießen. Im DWN-Interview erklärt Patrick...

DWN
Finanzen
Finanzen Sterben der Bankfilialen: Ein stiller Vorbote für das Ende des Bargelds?
23.06.2024

In Deutschland schrumpft das Netz der Bankfilialen dramatisch. Diese Entwicklung wirft nicht nur Fragen zur Zukunft des Bargelds auf,...

DWN
Immobilien
Immobilien Berlin wächst: Neue Hochhäuser am Gleisdreieck erweitern City am Potsdamer Platz
23.06.2024

Über Jahrzehnte lag das Gleisdreieck im städtischen Niemandsland von West-Berlin. Mit dem Fall der Mauer und der Bebauung des...

DWN
Technologie
Technologie Der Europäische Erdgasmarkt bleibt volatil – auch wegen neuer Abhängigkeiten
23.06.2024

Europa hat sich von Russlands Energiemonopol gelöst und Versorgungsalternativen gefunden. Auch deshalb bleibt die heimische Gasversorgung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energiewende: Deutsche Wirtschaft durch Regularien und Bürokratie ausgebremst
23.06.2024

Bürokratie und ständig wechselnde Regularien erschweren deutschen Unternehmern die Energiewende im eigenen Betrieb – insbesondere die...

DWN
Politik
Politik Israel und Hisbollah: Ein größerer Krieg und seine möglichen Konsequenzen
23.06.2024

Der letzte große Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah liegt mittlerweile 18 Jahre zurück. Doch die aktuellen Grenzscharmützel, die...

DWN
Politik
Politik Appell an Scholz: Gewerkschaften und Sozialverbände fordern Milliardeninvestitionen
23.06.2024

Wohlfahrts- und Sozialverbände, die Gewerkschaft Verdi und das Kampagnennetzwerk Campact fordern den Bund zu Milliardeninvestitionen in...

DWN
Technologie
Technologie Fünf Jahre E-Scooter in Deutschland - Eine Bilanz
23.06.2024

E-Scooter sind für kurze Strecken gedacht. Doch häufig werden die elektrischen Tretroller auch auf Geh- und Radwegen abgestellt - oder in...