Politik

Corona: Virologe Streeck dämpft Impfstoff-Hoffnungen und warnt vor „Alarmismus“

Dem Virologen Hendrik Streeck zufolge sagt, dass man nicht vorhersagen könne, wann ein wirklich wirksamer Corona-Impfstoff gefunden wird. Deshalb warnt er vor unseriösen und alarmistischen Debatten.
17.09.2020 10:37
Lesezeit: 1 min
Corona: Virologe Streeck dämpft Impfstoff-Hoffnungen und warnt vor „Alarmismus“
30.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Professor Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, steht in einem Labor seines Institutes. (Foto: dpa) Foto: Federico Gambarini

Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck sagt laut Handelsblatt, wann ein wirksamer Impfstoff gegen Corona marktreif sei, könne man „nicht vorhersagen“. „Schon die Debatten darum halte ich für teils recht unseriös“, wird er zitiert. „Während sich ein Wirkstoff schnell kreieren lässt, können wir nicht vorhersagen, ob er funktioniert oder nicht.“ Gerade die Phase der Tests sei „immer voller Überraschungen“. Streeck warnt der Zeitung zufolge zugleich vor „Alarmismus“ und „Stimmungsmache“ in Deutschland, zumal die Pandemie aktuell „vergleichbar gut zu managen“ sei. „Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen.“

Mehr zum Thema:

Corona-Katastrophe: Gewinne im Mittelstand brechen um 44 Prozent ein

EU will 750 Milliarden Euro an Corona-Schulden mit neuen Steuern finanzieren

Die große DWN-Corona-Analyse, Teil 2: Zahlen lügen nicht - der Lockdown war nicht notwendig

Die große DWN-Corona-Analyse, Teil 1: Vom RKI präsentierte Fallzahlen sind äußerst zweifelhaft

Gremium von WHO und Weltbank: Wirtschaftliche und soziale Konsequenzen der Corona-Krise sind „katastrophal“

Corona-Fehlalarm? Wenn die Bundesregierung sich geirrt hat, wird sie „stürzen“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik EU-Energieabhängigkeit: Weg von Putin, hinein in Trumps Einfluss
06.04.2026

Die EU hat ihre Abhängigkeit von russischer Energie in den vergangenen vier Jahren deutlich reduziert. Stattdessen ist eine neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der moderne CEO: Warum klassische Karrierewege nicht mehr ausreichen
06.04.2026

Immer mehr Vorstandschefs großer Konzerne werden ausgewechselt, während sich zugleich die Anforderungen an die Rolle deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererklärung: Welche Hilfe das Finanzamt wirklich leisten darf
06.04.2026

Das Finanzamt gilt für viele als erste Anlaufstelle bei Steuerfragen. Doch nicht jede Antwort ist erlaubt oder verbindlich. Welche Hilfe...

DWN
Technologie
Technologie KI im E-Learning: Wie ChatGPT Kursanbieter entlarvt
06.04.2026

Was früher niemand las, prüft heute eine Maschine in Sekunden. Kunden lassen Verträge, E-Books und Onlinekurse von KI analysieren und...

DWN
Panorama
Panorama Die unsichtbaren Schatzkammern der Welt: 10 Rohstoffquellen unter dem Radar
06.04.2026

Rohstoffe sind zurück im Zentrum der Weltpolitik – doch die größten Konflikte entstehen nicht in Venezuela, Iran oder China. Tiefsee,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektrischer Mercedes GLC: Preise, Technik und Reichweite im Überblick
06.04.2026

Mit dem elektrischen GLC will Mercedes den Umstieg in die Elektromobilität attraktiver machen und kombiniert moderne Technik mit...

DWN
Politik
Politik AfD-Erfolg im Westen: Trotz Skandalen ist die Partei auf dem Vormarsch
06.04.2026

Trotz Vetternwirtschaftsdebatten, Extremismus-Vorwürfen und interner Konflikte gewinnt die AfD weiter an Zustimmung, auch im Westen. Das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Techpreise steigen: Günstige PCs und Smartphones vor dem Aus
06.04.2026

Günstige Technik verschwindet schleichend aus dem Markt. Chipmangel, geopolitische Krisen und der KI-Boom treiben die Preise nach oben....