Politik

Polen wird sich EU-Sanktionen gegen Ungarn widersetzen

Den von der Kommission geplanten Sanktionen gegen Ungarn wird Polen nicht zustimmen.
19.09.2022 11:00
Aktualisiert: 19.09.2022 11:25
Lesezeit: 1 min

Die polnische Regierung will gegen die von der EU-Kommission geplante Kürzung von EU-Geldern für Ungarn Widerstand leisten. „Polen wird sich mit voller Kraft jeder Maßnahme der europäischen Institutionen widersetzen, die darauf abzielt, einem Mitgliedstaat unrechtmäßig Mittel zu entziehen - in diesem Fall insbesondere Ungarn“, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Sonntag im schlesischen Kamienica. Allerdings gebe es Signale aus Budapest und aus Brüssel, dass an einer Lösung in dem Streit gearbeitet werde.

Die polnische Regierung ist selbst seit Jahren in eine ernste Auseinandersetzung mit der Kommission verwickelt. Zuletzt hatte sich der Streit verschärft.

Lesen Sie dazu: Schwere Eskalation im Streit zwischen EU-Kommission und Polen

Wegen angeblicher Korruption und anderer Verstöße gegen den Rechtsstaat in Ungarn hatte die EU-Kommission am Sonntag vorgeschlagen, dem Land Zahlungen in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt zu kürzen. Es ist das erste Mal, dass die EU-Kommission diesen Schritt aufgrund von Mängeln im Rechtsstaat eines EU-Landes vorschlägt. Um dem Land tatsächlich Geld aus dem EU-Haushalt zu kürzen, müssten dem Vorschlag nun mindestens 15 Länder mit mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung zustimmen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: EZB erhöht Zinsen auf 2,5 Prozent
10.09.2026

EZB-Zinsentscheid: Die EZB erhöht den Einlagenzins auf 2,5 Prozent – und rechnet trotzdem noch Jahre mit erhöhter Inflation. Während...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzins-Prognose: Lagarde droht der Fehler von 2011
10.09.2026

Die nächste Zinserhöhung der EZB gilt beinahe als ausgemacht. Doch ausgerechnet die Erfahrung von 2011 zeigt, wie riskant ein solcher...

DWN
Technologie
Technologie Warum jeder vierte Deutsche aufs E-Auto umsteigen will
10.09.2026

Deutschland zeigt überraschend viel Interesse am Elektroauto: 27 Prozent der Besitzer von Benzin- oder Dieselautos planen den direkten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lidl und die Plastikfrage: So sollen Verpackungen bis 2030 schrumpfen
10.09.2026

Mit der Strategie REset Resources verringert Lidl den Verbrauch primärer Rohstoffe, erhöht den Anteil recycelter Materialien und führt...

DWN
Technologie
Technologie LLMjacking wird zur Kostenfalle für Unternehmen und zum Werkzeug für Hacker
10.09.2026

Ein gestohlener API-Schlüssel kann ausreichen, damit Kriminelle auf Kosten eines Unternehmens teure KI-Modelle nutzen. LLMjacking...

DWN
Finanzen
Finanzen Restaurant-Aktien: Zwei Wachstumswetten für die nächsten 20 Jahre
10.09.2026

Tech-Aktien gelten als erste Adresse für spektakuläres Wachstum. Doch zwei Restaurantketten aus den USA könnten Anlegern langfristig...

DWN
Politik
Politik Trump verspricht US-Wählern 5.000 Dollar pro Nase für Republikaner-Sieg
10.09.2026

Mit scharfen Worten schießen sich die Republikaner auf ihrem Parteitag auf die Demokraten ein. Akzente in der Innenpolitik sollen zum...

DWN
Politik
Politik Politisches Erdbeben in Deutschland als Warnsignal für den Rest Europas
10.09.2026

"Schock", "soziales und politisches Erdbeben", "entscheidender Moment für Deutschland": So beschrieben politische Analysten und ein Teil...