Unternehmen

BMW meldet gutes drittes Quartal, profitiert von hohen Preisen

Der Umsatz von BMW hat im dritten Quartal deutlich zugelegt. Doch nun stellt sich der Autobauer wegen hoher Inflation und steigender Zinsen auf Gegenwind ein.
03.11.2022 09:43
Aktualisiert: 03.11.2022 09:43
Lesezeit: 1 min
BMW meldet gutes drittes Quartal, profitiert von hohen Preisen
BMW hat am Donnerstag seine Zahlen für das 3. Quartal präsentiert. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Der Autobauer BMW stellt sich wegen der hohen Inflation und der steigenden Zinsen auf Gegenwind ein. Die Rahmenbedingungen für die Verbraucher verschlechterten sich, das werde sich in den kommenden Monaten auf das Konsumverhalten auswirken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Erwartet werde eine "Normalisierung des überdurchschnittlich hohen Auftragsbestandes - insbesondere in Europa". Dennoch halten die Münchner an ihrer Prognose für das laufende Jahr fest. "Wir rechnen insgesamt auch 2023 mit einem positiven Momentum für unser Unternehmen", sagte Finanzchef Nicolas Peter.

Bis zum Jahresende rechnet BMW trotz der Energiekrise mit einem deutlichen Plus bei den Auslieferungen, nachdem die Zahl der verkauften Autos in den ersten neun Monaten noch um 9,5 Prozent geringer lag als vor Jahresfrist - für das Gesamtjahr dürfte damit die Zahl knapp unter Vorjahresniveau liegen. "Aktuell erwartet das Unternehmen nicht, dass eine mangelnde Energieversorgung die Produktion in diesem Jahr beeinträchtigen wird", hieß es. Die Energie- und Materialkosten dürften allerdings hoch bleiben.

Zugute kommen dem Autobauer die weiterhin hohen Preise für Neu- und Gebrauchtwagen. Im Sommerquartal erwirtschaftete BMW trotz steigender Energie- und Materialkosten einen Umsatz von 37,2 Milliarden Euro, gut ein Drittel mehr als vor Jahresfrist. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich um ein Fünftel auf 4,1 Milliarden Euro. Von Refinitiv befragte Analysten hatten weniger Umsatz und Gewinn vorhergesagt.

Für die ersten neun Monate summieren sich die Erlöse auf gut 103 Milliarden Euro, das ist rund ein Viertel mehr als im gleichen Zeitraum 2021. Das Vorsteuerergebnis schnellte um mehr als die Hälfte auf 20 Milliarden Euro nach oben. Die Gewinnmarge im Autosegment lag nach den ersten neun Monaten bei 8,7 Prozent und damit am oberen Ende der selbstgesteckten Spanne von 7 bis 9 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Politik
Politik Was passiert, wenn Ägypten in den Krieg im Nahen Osten eintritt
27.10.2026

Ägyptens Parlament hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi grünes Licht für militärische Unterstützung Saudi-Arabiens gegeben. Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Allianz-Prognose: Unternehmensinsolvenzen bleiben auf hohem Niveau
27.10.2026

Mehr und mehr Unternehmen werden zu Sanierungsfällen: Der Kreditversicherer Allianz Trade rechnet dieses und nächstes Jahr mit nahezu je...

DWN
Politik
Politik Gelockerter Kündigungsschutz für Hochverdiener: Was Arbeitgeber für 2027 wissen sollten
27.10.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Kündigungsschutzes, in der Hochverdiener leichter kündbar werden sollen. Arbeitgeber können...

DWN
Finanzen
Finanzen Verivox: Preiskampf in der Kfz-Versicherung ist zurück
27.10.2026

In den vergangenen Jahren haben etliche Kfz-Versicherer ihre Preise drastisch erhöht. Diese Phase scheint vorbei: Nun schwingt das Pendel...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robin Zeng: Der Chinese, von dem Deutschlands Autobauer abhängen
27.10.2026

Er baut keine Autos, doch ohne ihn hätten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz ein gewaltiges Problem. Der chinesische Milliardär Robin Zeng...

DWN
Finanzen
Finanzen Zigaretten mag ich nicht, aber diese Nikotin-Aktie reizt mich
27.10.2026

Eine etwas unanständige Aktie ist auf meinem Radar aufgetaucht: Imperial Brands.

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Benz-Aktie auf Rot: Mercedes-Benz kappt Prognose
27.10.2026

Der Autobauer stutzt wegen einem schwachen China-Geschäft und hoher Kosten seine Gewinnpläne für das laufende Jahr. Die Prognose liegt...

DWN
Finanzen
Finanzen Private-Credit-Fonds: Höhere Zinsen, höhere Risiken? Fonds im Vergleich
27.10.2026

Private-Credit-Fonds erleben seit Jahren einen massiven Boom. Was ursprünglich als Nischenprodukt institutioneller Investoren galt, hat...