Technologie

Windbranche sieht optimistisch in die Zukunft: Trends in Onshore und Offshore

Die Windbranche zeigt sich entgegen dem allgemeinen Industrietrend positiv gestimmt: Eine neue Umfrage des Windenergy Trendindexes 2024 bestätigt, dass sowohl Onshore- als auch Offshore-Windkraft auf Wachstum und technologische Fortschritte setzt. Herausforderungen bleiben, doch der Optimismus ist ungebrochen.
10.12.2024 09:30
Lesezeit: 1 min
Windbranche sieht optimistisch in die Zukunft: Trends in Onshore und Offshore
Die Rotoren von Windkraftanlagen drehen sich und sind dabei über dem Bodennebel zu sehen (Foto: dpa). Foto: Jens Büttner

Windenergy Trendindex: Optimismus im Onshore- und Offshore-Bereich

Entgegen dem allgemeinen Trend in der Industrie blickt die Windbranche relativ optimistisch in die Zukunft. So verzeichnet die 14. Auflage des Windenergy Trendindexes auf lange Sicht eine weitere Aufhellung der Stimmung im Windenergie-Markt – sowohl im Onshore-Bereich an Land als auch bei Windkraft auf See (Offshore). Das wiederum bedeute eine Rückkehr zu den optimistischen Trends der vorvergangenen Jahre, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Bericht.

Die Umfrage wird seit 2018 halbjährlich von der Weltleitmesse Windenergy Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Windresearch erhoben. Der Trendindex gilt als Stimmungsbarometer für die Branche. Insgesamt haben den Angaben zufolge von Mitte September bis Mitte November mehr als 1.400 Personen an der Befragung teilgenommen. Die nächste Windenergy Hamburg findet vom 22. bis 25. September 2026 statt.

Onshore-Windkraft: Rekordstimmung in Deutschland

Die Lage des deutschen Onshore-Markts in den kommenden zwölf Monaten bewerteten die Befragten den Angaben zufolge so gut wie nie zuvor, im Offshore-Bereich trübe sich die Stimmung dagegen ein, bleibe aber immer noch deutlich positiv. Auf lange Sicht wiederum blicke die gesamte Branche zuversichtlicher in die Zukunft als noch im Frühjahr. Anders sei es im europäischen Markt. Dort sei die Stimmung für Onshore verhalten positiv, für den Offshore-Bereich falle sie jedoch auch langfristig leicht ab.

Die Befragung zeigte zudem, dass die Rahmenbedingungen im asiatischen Markt deutlich positiver gesehen werden als in den übrigen Regionen der Welt – Asien verzeichne dabei bei Windrädern an Landein Allzeit-Hoch. Bei Windanlagen auf hoher See, blieben Genehmigungen und Regulatorik, Netzausbau und vor allem die Kosten große Herausforderungen.

Offshore-Windenergie 2030: Größere Turbinen, neue Herausforderungen

Der Umfrage zufolge gehen die Branchenvertreter davon aus, dass die Leistung einer 2030 neu installierten Turbine auf durchschnittlich 19,37 Megawatt und damit auf einen Höchststand steigen wird. Die prognostizierte Größe installierter Onshore-Turbinen verharre dagegen im Durchschnitt bei etwa 8,55 Megawatt. Mehr als 45 Prozent der Befragten erwarten im Onshore-Segment jedoch eine durchschnittliche Leistung je Turbine von mindestens 9 Megawatt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein Group: Draghi versammelt Europas Machtelite
19.09.2026

Mario Draghi hat Europas wirtschaftliche Schwächen analysiert. Jetzt will er handeln: Mit der Rhein Group versammelt der frühere...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Das müssen Sie unbedingt wissen
19.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag – und diesmal könnte sich das politische Kräfteverhältnis grundlegend verschieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrigwasser am Rhein: Wenn der deutschen Wirtschaft das Wasser fehlt
19.09.2026

Der Rheinpegel in Kaub ist der wichtigste Pegel für die Schifffahrt zwischen Rotterdam und Basel. Dort fiel der Wasserstand im August 2026...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
19.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Berlin wählt: Diese Koalitionen sind möglich – und was sonst noch wichtig ist!
19.09.2026

Rund 2,5 Millionen Berliner entscheiden am Sonntag über die politische Zukunft ihrer Stadt. Nach einem von Wohnungsnot, Verkehr und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Safran-Anbau: KI und Roboter sollen Europas Abhängigkeit beenden
19.09.2026

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, doch seine Lieferkette ist anfällig und kaum transparent. Ein schwedisches Start-up will das...

DWN
Technologie
Technologie Gefälschte IT-Mitarbeiter: Remote-Jobs werden zum Einfallstor für Spione
19.09.2026

Sie sehen aus wie ganz normale Bewerber, doch hinter Lebensläufen, Videogesprächen und vermeintlich echten Identitäten können...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Krise: „In zehn Jahren muss es Volkswagen noch geben“
19.09.2026

China holt Europas Autobauer nicht mehr nur ein. In wichtigen Technologiebereichen ist die Konkurrenz bereits vorbeigezogen. Audi-Chef...