Politik

AfD-Politiker bei Trump-Amtseinführung: Chrupalla lässt Treffen mit US-Präsident offen

Tino Chrupalla, Co-Vorsitzende der AfD, wird an Trumps Amtseinführung teilnehmen. Man wolle Kontakte knüpfen und die Standpunkte der Partei mit den Amerikanern besprechen, so Chrupalla. Ein Treffen mit dem US-Präsidenten sei noch offen. Auch anderen AfD-Politiker werden nach Washington reisen.
20.01.2025 12:43
Aktualisiert: 20.01.2025 12:43
Lesezeit: 1 min
AfD-Politiker bei Trump-Amtseinführung: Chrupalla lässt Treffen mit US-Präsident offen
Tino Chrupalla, AfD-Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender, ist mit Beatrix von Storch (AfD-Bundestagsabgeordnete) am Montag in Washington. (Foto: dpa) Foto: Sebastian Kahnert

Tino Chrupalla, Co-Vorsitzender der AfD, wird am Montagabend an der Trump-Inauguration teilnehmen. Der AfD-Spitzenpolitiker will seine Reise zur Amtseinführung von Donald Trump nach Washington nutzen, um politische und wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen und die Positionen seiner Partei gegenüber der neuen US-Regierung klar zu machen. Ob es zu einem Treffen mit dem designierten US-Präsidenten kommen wird, ließ Chrupalla offen. Neben ihm werden auch andere AfD-Politiker vor Ort sein.

Tino Chrupalla zu Trump-Amtseinführung: "Die deutschen Interessen klar definieren"

Im ZDF-„Morgenmagazin“ erklärte Chrupalla, dass es wichtig sei, dem künftigen US-Präsidenten Respekt zu zollen. In Washington werde er zahlreiche Gespräche mit Republikanern und deutschen Wirtschaftsvertretern führen, was sich seiner Meinung nach sowohl für die AfD als Partei als auch für die Fraktion lohnen werde. Ob es zu einem Treffen mit Trump kommen werde, ließ Chrupalla offen, das werde sich noch zeigen.

Die AfD vertritt in zentralen Fragen der US-Politik eine konträre Haltung. So setzt sie sich für die Reparatur und Wiederinbetriebnahme der Nord Stream-Gasleitungen in der Ostsee ein und befürwortet eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. Zudem lehnt sie die Stationierung von US-Raketen in Deutschland ab. „Man muss auf Augenhöhe auch die Unterschiede kenntlich machen und unsere Interessen sowie die deutschen Interessen klar definieren“, betonte Chrupalla. Eine sichere Energieversorgung mit günstigem russischen Gas sei im deutschen Interesse, und dies solle nicht vom Ausland vorgeschrieben werden, so der AfD-Politiker.

AfD-Politiker bei Trump-Amtseinführung: Auch Beatrix von Storch und Petr Bystron in Washington

Chrupalla wurde nach eigenen Angaben von den Republikanern nach Washington eingeladen. Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch, die enge Kontakte zum Trump-Lager pflegt, ist bei der Amtseinführung dabei. Weitere AfD-Vertreter, die in die US-Hauptstadt gereist sind, sind der Europaabgeordnete Petr Bystron, die Bundestagsabgeordnete Christina Baum und der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Damian Lohr. AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel verzichtete aufgrund der engen Terminlage im Bundestagswahlkampf auf eine Reise.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kennzeichnung im Produktionstempo: Wie Brady die Industrie neu taktet

Produktionslinien laufen schneller denn je, doch die Rückverfolgbarkeit hinkt oft hinterher. Brady setzt genau hier an und zeigt, wie sich...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...

DWN
Politik
Politik YouGov-Umfrage: AfD klar stärkste Kraft - Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren
15.04.2026

In einer YouGov-Umfrage kann sich die AfD deutlich von den anderen Parteien absetzen. Auch Grüne und Linke legen zu. Die einzigen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Prognose der Deutschen Bank: US-Dollar verliert an Stärke
15.04.2026

Die Deutsche Bank sieht eine veränderte Ausgangslage an den Devisenmärkten und rät Marktteilnehmern zu einer Neuausrichtung ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzspritze vom Bund: Eine Milliarde Euro für Länder und Kommunen
15.04.2026

Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit Deutschland: Rüstungsdeals mit Selenskyj vereinbart
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Heidelberger-Druck-Aktie: Druckmaschinenhersteller steigt in Drohnenabwehr ein
15.04.2026

Das für Druckmaschinen bekannte Unternehmen Heidelberg steigt ins Rüstungsgeschäft ein. Die Traditionsfirma will ihren Standort in...

DWN
Finanzen
Finanzen Riester-Reform: Lohnt sich der alte Vertrag zur Riester-Rente noch?
15.04.2026

Der neu beschlossene Riester-Nachfolger für eine bessere Altersvorsorge bringt höhere Rendite-Chancen als die klassische Riester-Rente,...