Finanzen

Fed-Zinsentscheid: US-Notenbank lässt Leitzins unverändert – Euro bleibt stark

Beim aktuellen Fed-Zinsentscheid belässt die US-Notenbank den Leitzins unangetastet. Was bedeutet das für Verbraucher, Unternehmen und die weitere Zinspolitik?
29.01.2026 09:41
Lesezeit: 2 min
Fed-Zinsentscheid: US-Notenbank lässt Leitzins unverändert – Euro bleibt stark
Fed-Zinsentscheid: Die US-Notenbank stoppt vorerst Zinssenkungen (Foto: iStockphoto.com/pabradyphoto). Foto: pabradyphoto

Fed-Zinsentscheid: US-Notenbank tastet Leitzins nicht an – Euro bleibt stark

Nach mehreren Schritten hatte die Federal Reserve den Leitzins in den USA Stück für Stück gesenkt. Doch damit ist vorerst Schluss. Der aktuelle Fed-Zinsentscheid sorgt nun für Klarheit. Welche Folgen hat dieser Fed-Zinsentscheid für den Euro und den Leitzins USA?

Eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes und eine weiterhin hohe Inflation haben die US-Notenbank erstmals seit Monaten zur Beibehaltung des Leitzinses bewogen. Das Zinsniveau bleibt damit bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Es gebe derzeit anhand vorliegender Daten keinen Grund für eine Zinssenkung, sagte Fed-Chef Jerome Powell bei einer Pressekonferenz. Der Fed-Zinsentscheid bestätigt damit den Kurs beim US-Leitzins und beim USA-Leitzins.

Auf den Euro-Dollar-Kurs hatte der Fed-Zinsentscheid keine großen Auswirkungen. Der Euro hatte am Tag zuvor bereits aufgrund irritierender Aussagen von US-Präsident Donald Trump deutlich gegenüber dem Dollar zugelegt. Dass der Euro nach Bekanntgabe des Leitzinses auf dem Niveau verblieb, dürfte auch damit zusammenhängen, dass eine Mehrheit der Volkswirte mit einem stabilen Zins gerechnet hatte und die Entscheidung bereits eingepreist war. Der Fed-Zinsentscheid blieb somit ohne neue Impulse. Deutsche und Bürger anderer Euroländer, die eine Reise in die USA planen oder beim Online-Shopping in Dollar bezahlen, bekommen derzeit mit rund 1,19 Dollar pro Euro etwas mehr umgetauscht als noch vor wenigen Tagen. Der stabile Leitzins USA beeinflusst dabei auch den Wechselkurs.

Dollar-Schwäche für Trump kein Problem

US-Präsident Trump hatte sich unbeirrt von der jüngsten Schwäche der Landeswährung gezeigt. Stattdessen behauptete er, dass sich der Dollar "hervorragend" entwickelt habe. Auf die Frage eines Journalisten, ob er sich Sorgen über den Kursverlust mache, antwortete Trump: "Nein, ich glaube, es ist großartig." Er verwies auf die Geschäfte, die die USA machten, ohne Details zu nennen.

Kurz nach Bekanntwerden der Kommentare stieg der Euro gegenüber dem Dollar, in der Folge bekam man für einen Euro gut 1,20 Dollar. Auch Gold legte zum US-Dollar kräftig zu und erreichte ein Rekordhoch. Das Nachsehen haben indes die US-Amerikaner, für die Reisen ins Ausland tendenziell teurer werden. Für Importe, die nicht in Dollar beglichen werden, zahlen US-Unternehmen nun etwas mehr als noch vor ein paar Tagen. Der stabile US-Leitzins wirkt sich damit indirekt auf die Kaufkraft aus.

Fed-Zinsentscheid: Volkswirte rechnen damit, dass Fed Leitzins weiter unberührt lässt

Für das laufende Jahr rechnen Volkswirte damit, dass die Fed den Leitzins in zwei Schritten senken dürfte – also bis auf 3,0 bis 3,25 Prozent. Bis zum Sommer dürfte sich allerdings kaum etwas am derzeitigen USA-Leitzins ändern, vermutet LBBW-Research-Analyst Elmar Völker: "Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung." Auch beim nächsten Fed-Zinsentscheid dürfte der Leitzins USA daher im Fokus stehen.

Der aktuelle Fed-Zinsentscheid zeigt, dass die US-Notenbank weiterhin vorsichtig agiert. Trotz zuvor gesenkter Zinsen bleibt der Leitzins USA nun stabil, da Inflation und Arbeitsmarkt keine schnellen Schritte erlauben. Für den Euro brachte die Entscheidung kaum Bewegung, doch die Dollar-Schwäche sorgt weiterhin für Diskussionen. Verbraucher profitieren kurzfristig beim Umtausch, während US-Unternehmen höhere Importkosten spüren. Experten erwarten erst später im Jahr mögliche Lockerungen beim USA-Leitzins. Damit bleibt jeder kommende Fed-Zinsentscheid ein entscheidender Faktor für Märkte, Währungen und die globale Wirtschaft.

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