Finanzen

PVA TePla-Aktie gibt kräftig nach: PVA Tepla verdient deutlich weniger

Das deutsche Technologieunternehmen PVA TePla hat im vergangenen Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld Umsatz eingebüßt und weniger verdient. Die PVA TePla-Aktie stürzt nach Zahlenvorlage ab.
04.02.2026 10:55
Lesezeit: 2 min
PVA TePla-Aktie gibt kräftig nach: PVA Tepla verdient deutlich weniger
Die PVA TePla-Aktie gibt kräftig nach: Für den SDAX-Wert ging es am Mittwoch deutlich nach unten. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

PVA TePla-Aktie gibt kräftig nach: Anleger von PVA TePla-Zahlen enttäuscht

Das Technologieunternehmen PVA TePla hat im vergangenen Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld Umsatz eingebüßt und weniger verdient. Dem im SDAX gelisteten Hersteller von Kristallzuchtanlagen für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie sowie von Anlagen zur Qualitätskontrolle etwa bei der Herstellung von Halbleitern machen Projektverzögerungen aufgrund der handelspolitischen Unsicherheiten zu schaffen.

2026 soll es wieder besser laufen und ab 2027 soll sich das Geschäft dann deutlich beleben. Konzernchefin Jalin Ketter setzt dabei auf einen kräftig gewachsenen Auftragseingang. Anlegern an der Börse reichte das aber nicht, die Aktie geriet unter Druck.

Denn während die Zahlen für 2025 die Erwartungen teils erfüllten, liegen die Ziele für das laufende Jahr unter den mittleren Analystenschätzungen. Für die PVA TePla-Aktie ging es am Mittwochvormittag an der Frankfurter Börse zeitweise um mehr als 18 Prozent nach unten. Von den deutlichen Kursverlusten im Herbst infolge gesenkter Jahresprognosen hatte sich das Papier im Januar zwar wieder erholt, zuletzt gab sie aber wieder nach. Seit Jahresbeginn hat der SDAX-Wert nun rund zehn Prozent an Wert verloren.

Umsatz und Ergebnis 2025 sinken – Ausblick vorsichtig positiv

Händler monierten, dass die Profitabilität des Unternehmens im vergangenen Jahr die Erwartungen nicht erfüllt habe. Gravierender seien aber noch die Ziele für den Umsatz und den operativen Gewinn im Jahr 2026, die trotz gesunder Auftragseingänge deutlich hinter dem Schnitt der Analystenprognosen zurückgeblieben seien.

Für Analyst Constantin Hesse von Jefferies hat PVA TePla im vierten Quartal durchwachsen abgeschnitten. Dabei habe der Auftragseingang die Erwartungen zwar um 50 Prozent übertroffen, den Ausblick auf 2026 sieht Hesse allerdings als negative Überraschung.

Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz in der Spanne von 255 bis 275 Millionen Euro. 2027 soll der Konzernumsatz dann mehr als 300 Millionen Euro erreichen. Am Ziel, den Konzernumsatz mittelfristig auf rund 500 Millionen Euro zu steigern, hält das Unternehmen fest. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet der Konzern im Jahr 2026 bei 26 bis 31 Millionen Euro.

PVA TePla verdient 2025 deutlich weniger – Umsatzerholung erwartet

Im vergangenen Jahr ging der Umsatz von PVA TePla auf Basis vorläufiger Berechnungen auf rund 244 Millionen Euro zurück, nach 270 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wettenberg mitteilte. Dies lag im Rahmen der im Oktober gesenkten Prognose von 235 bis 255 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sank von zuvor 47,8 Millionen auf rund 25 Millionen Euro, es lag damit am unteren Ende der zuletzt ausgegebenen Konzernziele. Der Auftragseingang stieg indessen 2025 auf rund 268 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es hier nur 150,6 Millionen Euro gewesen.

PVA TePla-Aktie: Wachstumsperspektive, aber Vertrauen fehlt

PVA TePla steht in einem schwierigen Marktumfeld unter Druck. Zwar zeigt der deutlich gestiegene Auftragseingang, dass die Nachfrage grundsätzlich vorhanden ist. Doch Umsatz- und Gewinneinbruch im Jahr 2025 sowie ein Ausblick für 2026, der unter den Erwartungen liegt, haben Anleger verunsichert. Die starke Kursreaktion zeigt, wie sensibel der Markt auf schwache Signale reagiert. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen seine Wachstumsziele ab 2027 tatsächlich erreicht und damit verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann.

Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sollen am 19. März veröffentlicht werden.

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