Politik

Grenzwerte: Umweltbundesamt bestätigt ausreichende Luftqualität in Deutschland

Die Europäische Union gibt Grenzwerte vor, die in den Ländern eingehalten werden müssen. Die Luftqualität in Deutschland hat im vergangenen Jahr allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen. Was getan werden muss, um auch in Zukunft darunter zu bleiben.
15.02.2026 09:15
Lesezeit: 1 min
Grenzwerte: Umweltbundesamt bestätigt ausreichende Luftqualität in Deutschland
Jede Verbesserung der Luftqualität führe dazu, dass das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung sinkt, betonte der Präsident des Bundesamtes, Dirk Messner. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

Umweltbundesamt: Luftqualität in Deutschland ausreichend

Die Luftqualität in Deutschland hat im vergangenen Jahr dem Umweltbundesamt zufolge allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen. "Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort", sagte der Präsident des Bundesamtes, Dirk Messner. Demnach habe eine vorläufige Auswertung von Messdaten ergeben, dass alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten wurden.

Die Daten seien an rund 600 Messstationen in ganze Deutschland erhoben worden. Für Feinstaub seien die Werte in Deutschland damit dem Amt nach das achte Jahr in Folge eingehalten worden, für Stickstoffdioxid das zweite. Durchschnittlich sei die Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickstoffdioxid 2025 jedoch höher gewesen als in den Jahren zuvor. Wie hoch die Belastung ist, wird unter anderem auch von den herrschenden Temperaturen und dem Wetter beeinflusst.

Verbesserung an vielen Messstationen nötig

Messner betonte, dass es trotz der Einhaltung weiter Anstrengung bedarf, um die Luftqualität zu verbessern. Ab 2030 gelten den Angaben nach strengere Grenzwerte, an die sich die Länder halten müssen. So sinke der einzuhaltende Wert von Stickstoffdioxid von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte. Der Wert für Feinstaub muss laut Umweltbundesamt noch deutlicher minimiert werden, um der EU-Richtlinie zu entsprechen.

Die aktuellen Daten zeigten, dass an rund 39 Prozent der Messstationen die strengeren Werte nicht erreicht werden. Jedoch geht das Bundesamt eigenen Angaben davon aus, dass Verbesserungen ermöglichten, dass es nur vereinzelt zu Überschreitungen kommt. «Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland kann voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden», hieß es.

Bis 2025 sollen die Schadstoffe in der Luft so reduziert werden, "dass die Verschmutzung als nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt gilt", erklärte das Bundesamt, das seinen Sitz in Dessau hat. Jede Verbesserung der Luftqualität führe dazu, dass das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung sinkt, betonte Messner. Die endgültigen Daten zur Luftqualität aus dem vergangenen Jahr in Deutschland sollen Mitte 2026 vorliegen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kennzeichnung im Produktionstempo: Wie Brady die Industrie neu taktet

Produktionslinien laufen schneller denn je, doch die Rückverfolgbarkeit hinkt oft hinterher. Brady setzt genau hier an und zeigt, wie sich...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street im Aufwind durch nachlassende Iran-Spannungen und schwächere Inflationsdaten
14.04.2026

Überraschende Entwicklungen abseits des Handelsparketts sorgen für neuen Schwung an den Finanzmärkten. Erfahren Sie, welche Faktoren die...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer-Erhöhung finanziert Entlastungsprämie 2026: Doch nicht nur Raucher gehen bei der Ausgleichprämie leer aus
14.04.2026

Günstigeres Tanken und eine 1.000-Euro-Prämie: Doch die Entlastungen kommen noch längst nicht bei den Bürgern an. Auch werden viele...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt: Bau-Reform mit einem erweitertem Vorkaufsrecht der Kommunen für Grundstücke geplant
14.04.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Baurechts, das den Kommunen deutlich mehr Eingriffsmöglichkeiten als bisher auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Anthropic-Manager Guillaume Princen über den Wettbewerb mit OpenAI und den Konflikt mit Trump
14.04.2026

Der Wettbewerb im KI-Markt spitzt sich zu: Anthropic, das Unternehmen hinter dem populären KI-Assistenten Claude, fordert den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Debatte um den Bitcoin-Erfinder: Steckt Adam Back hinter Satoshi Nakamoto?
14.04.2026

Die Debatte um die Identität des Bitcoin-Erfinders gewinnt neue Dynamik, nachdem eine umfassende Recherche einen konkreten Namen in den...

DWN
Politik
Politik Debatte um EU-Wettbewerbsfonds: Milliarden für Schlüsselindustrien geplant
14.04.2026

Die EU plant mit dem EU-Wettbewerbsfonds einen milliardenschweren Fonds, um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China zu...

DWN
Politik
Politik Teuer und ineffizient: CDU-Generalsekretär Linnemann will Krankenkassen streichen
14.04.2026

CDU-Generalsekretär Linnemann fordert weniger Krankenkassen. Warum er weniger Kassen für ausreichend hält und welche Reformen er noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Krankenstatistik im Unternehmen: Wie Sie Fehlzeiten auswerten – mit und ohne Software
14.04.2026

Fehlzeiten sind eine betriebswirtschaftliche Größe und keine bloße HR-Kennzahl. Wer Fehlzeiten korrekt definiert, strukturell auswertet...