Wirtschaft

Grünes Licht für die Kaufprämie: Bundestag besiegelt E-Auto-Zuschuss

Die Rückkehr der staatlichen Förderung für Elektrofahrzeuge ist beschlossene Sache: Der Bundestag hat den Weg für das neue Prämienmodell freigemacht, das rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Damit erhalten Käufer von reinen E-Autos und Hybridmodellen wieder finanzielle Unterstützung vom Staat. Doch während die rechtliche Basis steht, müssen sich Interessenten bei der praktischen Umsetzung noch gedulden – und nicht jeder Haushalt wird von der neuen Regelung profitieren.
17.04.2026 13:46
Lesezeit: 1 min
Grünes Licht für die Kaufprämie: Bundestag besiegelt E-Auto-Zuschuss
Der Bundestag hat die neue E-Auto-Kaufprämie beschlossen: bis zu 6.000 Euro Förderung, rückwirkend ab Januar 2026. Wer profitiert und was sind die Einkommensgrenzen? (Foto: dpa)

Geduldsprobe trotz Beschluss: Auszahlung erst ab Mai

Das neue Förderprogramm für Elektroautos kann wie angekündigt rückwirkend für Zulassungen seit Jahresanfang in Anspruch genommen werden. Das hat der Bundestag in Berlin beschlossen. Beantragen lässt sich der staatliche Zuschuss aber noch nicht, weil die entsprechende Internet-Plattform erst gestartet werden muss. Dies soll nach früheren Angaben im Mai passieren.

Den Details der neuen Kaufprämie muss das Parlament nicht zustimmen. Vorgesehen ist, dass die staatliche Förderung von Privatkunden beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender beantragt werden kann. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt sie zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen sie ausgezahlt wird. Diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.

Förderung hängt von Haushaltseinkommen und Kinderzahl ab

Die Basisförderung beträgt für reine Elektroautos 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.

Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und für Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Grüne sehen falsche Kaufanreize

In der Bundestagsdebatte kritisierte Till Steffen von den Grünen, mit der Förderung von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen würden die „absolut falschen Anreize“ gesetzt. Denn diese würden im Prinzip mit Benzin fahren. Von der Kaufprämie profitierten zudem Besserverdienende. „Wir brauchen ein Angebot, wo sich eben auch die Krankenschwester auf dem Land ein günstiges, kleines Elektroauto leisten kann. Die lassen Sie im Regen stehen“, sagte Steffen an die Adresse der Regierungskoalition.

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