Finanzen

US-Marktüberblick: Aktien geben nach, da der Iran Einladung zu Gesprächen ablehnt

Geopolitische Unsicherheiten sorgen für Bewegung an den Börsen – was Anleger jetzt über die aktuellen Entwicklungen wissen müssen.
20.04.2026 22:21
Aktualisiert: 20.04.2026 22:21
Lesezeit: 2 min
US-Marktüberblick: Aktien geben nach, da der Iran Einladung zu Gesprächen ablehnt
Die US-Börsen stehen seit Jahrzehnten im Fokus internationaler Anleger. (Foto: Dmitry Vinogradov/iStock) Foto: Dmitry Vinogradov/iStock

Neue Spannungen und steigende Ölpreise

US-Aktien gaben am Montag nach, da sich die Anleger hinsichtlich der Chancen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran zurückhaltend zeigten.

Dies folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump vom Sonntag, wonach die USA im Golf von Oman auf ein iranisches Frachtschiff geschossen und dieses beschlagnahmt hätten. Zudem hatte der Iran die Teilnahme an einer weiteren, von den USA geplanten Runde von Friedensgesprächen in Pakistan abgelehnt.

Unterdessen stiegen die Preise für die Rohöl-Referenzsorte Brent am Montag infolge der Entwicklungen am Wochenende stark an. Sie kletterten um 4 Prozent auf rund 95 US-Dollar pro Barrel, verglichen mit Höchstständen von 90 US-Dollar am Freitag.

Tech-Werte schwächeln, Finanzaktien legen zu

Der Nasdaq-100-Index führte am Montag die Verluste an der Wall Street an und beendete eine 13-tägige Gewinnserie, als er mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 26.590,34 Punkten schloss.

Dicht darauf folgte der S&P 500, der um 0,2 Prozent auf 7.109,14 Punkte nachgab, während der Dow Jones nahezu unverändert bei 49.442,56 Punkten aus dem Handel ging.

Intel, das von CEO Lip-But Tan geführte Technologieunternehmen, verzeichnete am Montag mit einem Minus von 4,1 Prozent die stärksten Einbußen, gefolgt von Mark Zuckerbergs Meta, das um 2,4 Prozent nachgab.

Netflix und Tesla gaben bis zur Schlussglocke um 2,9 Prozent bzw. 2,1 Prozent nach, während Microsoft und die Google-Muttergesellschaft Alphabet mit einem Minus von 1,1 Prozent bzw. 1,2 Prozent schlossen.

Im Finanzsektor hingegen führte JP Morgan Chase mit einem Plus von 2,1 Prozent die Gewinnerliste an der Wall Street an, gefolgt von Goldman Sachs, deren Aktien um 2,06 Prozent nach oben sprangen.

Tim Cooks Apple schloss mit einem Plus von 1 Prozent, während Nvidia – das größte Unternehmen der Welt – um 0,3 Prozent zulegte.

Ausblick: Märkte hoffen auf Deeskalation

Da der zweiwöchige Waffenstillstand am Dienstag auslaufen soll, verlagert sich der Fokus nun auf die Frage, ob die USA und der Iran die Verhandlungen wieder aufnehmen können, um die Spannungen abzubauen und die wichtige Wasserstraße wieder zu öffnen, nachdem erste Gespräche in Islamabad gescheitert waren.

„Es hat den Anschein, als würde man sich bis zu einem gewissen Grad im Kreis drehen“, sagte Kerry Craig, Global Market Strategist bei JPMorgan Asset Management, gegenüber Bloomberg Television. Die Märkte „richten ihren Blick bereits auf das, was das Ende oder zumindest der Anfang vom Ende dieses Konflikts sein könnte.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Shein an der Börse: Wer bei Fast Fashion jetzt vorn liegt
05.09.2026

Der chinesische Konzern Shein hat sich an der Börse den größten Namen der Fast Fashion angeschlossen. Doch wie läuft es bei seinen...

DWN
Politik
Politik 37 Jahre alt und rund 15 Milliarden Euro schwer: Das ist Mario Draghis neuer Partner
05.09.2026

Der frühere EZB-Chef und ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat sich mit einem irischen Tech-Milliardär...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bahn-Sanierung ohne monatelange Vollsperrungen: VCD legt Gegenentwurf vor
05.09.2026

Die Bahn will ihr marodes Schienennetz mit groß angelegten Generalsanierungen zuverlässiger machen. Doch das bisherige Konzept bringt...

DWN
Finanzen
Finanzen Restaurant-Aktien: Zwei Wachstumswetten für die nächsten 20 Jahre
05.09.2026

Tech-Aktien gelten als erste Adresse für spektakuläres Wachstum. Doch zwei Restaurantketten aus den USA könnten Anlegern langfristig...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deepal S05 im Test: Der Chinese, der keiner sein will
05.09.2026

Der Deepal S05 kommt aus China, trägt aber deutlich europäische Züge. Entworfen wurde der Elektro-SUV in Turin, und genau das merkt man...

DWN
Politik
Politik Landtagwahl in Sachsen-Anhalt: Was Sie über die Sachsen-Anhalt-Wahl wissen sollten
05.09.2026

Sachsen-Anhalt steht vor einer Wahl, deren Folgen weit über Magdeburg hinausreichen könnten. Die AfD liegt vorn, mögliche Mehrheiten...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleihen: Warum Schulden so teuer sind wie lange nicht
05.09.2026

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen großer Volkswirtschaften sind auf Niveaus gestiegen, die teils seit der Finanzkrise nicht mehr...

DWN
Technologie
Technologie Biometrie-Panne: Die gefährlichste Rolle ist der Zwilling
05.09.2026

Manche Dinge sind offenbar selbst für die klügsten Systeme eine zu große Herausforderung. Und dies ist eine Glosse genau über diese...