Finanzen

VW-Aktie: Neue KBA-Zahlen geben Rückenwind - ID.3 überholt Tesla Model Y

Auf deutschen Straßen verändert sich das Kräfteverhältnis bei Elektroautos spürbar. Die neuesten Daten könnten der VW-Aktie Rückenwind geben - endlich mal gute VW-News. Doch während ein Modell die Spitze erobert, stellt sich die Frage: Wie stabil ist diese neue Marktordnung wirklich?
28.04.2026 08:32
Aktualisiert: 28.04.2026 08:32
Lesezeit: 2 min
VW-Aktie: Neue KBA-Zahlen geben Rückenwind - ID.3 überholt Tesla Model Y
Der VW ID.3 führt bei Elektroautos in Deutschland - stärkt das den VW-Aktienkurs? (Foto: dpa) Foto: Sina Schuldt

Deutschlands meistverbreitetes E-Auto: Tesla verliert Spitzenplatz - Rückenwind für VW-Aktie?

Teslas Model Y ist nicht länger das am häufigsten vertretene Elektroauto auf deutschen Straßen. Der VW (ISIN: DE0007664039) ID.3 hat den Rivalen überholt, wie aktuelle Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen. Für die VW-Aktie ist das ein positives Signal. Zum 1. Januar 2026 waren 116.053 ID.3 in Deutschland registriert, jedoch nur 106.184 Model Y.

Ein Jahr zuvor lag das Model Y noch vorne. Seit Jahresbeginn wurden zwar wieder etwas mehr Model Y neu zugelassen, doch reichte dies nicht annähernd aus, um den Vorsprung des ID.3 aufzuholen – ein Faktor, der auch den VW-Aktienkurs beeinflussen kann.

VW-Elektroauto-Offensive: Weitere Modelle nähern sich der 100.000er-Marke

Beide Fahrzeuge überschritten im vergangenen Jahr als erste vollelektrische Modelle die Marke von Hunderttausend Einheiten im Bestand in Deutschland. Ein weiteres Modell könnte bald folgen oder hat dies womöglich bereits erreicht – zumindest wenn man, wie das KBA, ID.4 und ID.5 kombiniert betrachtet. Zu Jahresbeginn waren 97.120 Fahrzeuge dieses Typs zugelassen. Rund 5.000 kamen im ersten Quartal hinzu. Auch wenn es im Bestand üblicherweise Verluste gibt, etwa durch Verschrottung, Stilllegung oder Export, erscheint es plausibel, dass diese Zahl genügt, um sechsstellig zu werden – ein Trend, der die Volkswagen-Aktie zusätzlich stützen könnte.

Auf Markenebene insgesamt liegt VW seit langer Zeit vor Tesla (ISIN: US88160R1014), was die VW-Aktie und die VW-Vorzugsaktie regelmäßig widerspiegelt. Dass der US-Konzern dennoch lange das meistverkaufte Elektromodell stellen konnte, hängt damit zusammen, dass Tesla nur zwei Modelle mit nennenswerten Zulassungszahlen in Deutschland anbietet, wodurch sich die Gesamtmenge weniger verteilt. Nun genügte auch dieser Vorteil nicht mehr, was sich ebenfalls im VW-Aktienkurs zeigen könnte.

VW-News: Verbrenner dominieren weiter - DAX-Wert VW mit starkem Golf

Ein Blick auf den gesamten Fahrzeugbestand zeigt jedoch, dass selbst die beliebtesten reinen Elektroautos weiterhin deutlich zurückliegen. Platz 1 belegt hier der VW Golf mit großem Abstand und 3,2 Millionen zugelassenen Fahrzeugen. Einige zehntausend e-Golfs sind darin enthalten. Das übertrifft alle Elektroautos auf deutschen Straßen zusammen: Zu Jahresbeginn lag deren Zahl bei 2,03 Millionen. Für den DAX-Wert VW bleibt der Verbrennerbestand damit ein wichtiger Faktor.

Hinter dem dominierenden Golf folgen der VW Polo mit 1,3 und der Opel Corsa mit 1,1 Millionen. Alle drei Modelle zeigen rückläufige Zahlen, wie viele Fahrzeuge in der Spitzengruppe. Hier macht sich vermutlich der Trend hin zu SUVs und Geländewagen bemerkbar. Das häufigste Modell mit wachsendem Bestand passt dazu: der VW Tiguan mit 811.016 zugelassenen Fahrzeugen am 1. Januar auf Rang neun. Auch dieser Trend beeinflusst langfristig die Entwicklung der VW-Aktie, der Volkswagen-Aktie sowie der VW-Vorzugsaktie im DAX-Wert und im Umfeld von VW-Elektroauto-Strategien.

VW-Aktie vor neuer Dynamik im E-Auto-Markt

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung von Volkswagen im deutschen Elektroautomarkt. Der ID.3 an der Spitze zeigt, dass die Strategie rund um das VW-Elektroauto greift und sich zunehmend auch im VW-Aktienkurs widerspiegeln kann. Dennoch bleibt der Wettbewerb intensiv, insbesondere mit Blick auf Tesla und andere Hersteller. Für die VW-Aktie sowie die Volkswagen-Aktie ergibt sich daraus eine spannende Ausgangslage, in der weiteres Wachstum möglich erscheint, aber auch Risiken bestehen. Entscheidend wird sein, ob Volkswagen seinen Vorsprung nachhaltig ausbauen kann und wie sich die Nachfrage in den kommenden Monaten entwickelt.

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