Warnsignal für den Immobilienstandort: Justiz-Debakel um Bauruine belastet Investitionsklima
Der Fall des Fellbacher „Schwabenlandtowers“ entwickelt sich von einem lokalen Bau-Skandal zu einem besorgniserregenden Lehrstück für die deutsche Bauwirtschaft. Das drohende Scheitern der strafrechtlichen Aufarbeitung nach fast zehn Jahren Insolvenz offenbart nicht nur die schleppende Arbeitsweise der Wirtschaftsstrafkammern, sondern untergräbt auch die Rechtssicherheit für Investoren und Gläubiger. In einer Zeit, in der die Immobilienbranche ohnehin mit Krisen kämpft, sendet das Signal, dass Insolvenzverschleppung bei Großprojekten nahezu folgenlos bleiben könnte, verheerende Impulse an den Markt und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.
Fast zehn Jahre nach der Insolvenz droht dem Fellbacher Schwabenlandtower-Verfahren die Verjährung. Was das für Investoren und die Bauwirtschaft bedeutet (Foto: dpa).
Foto: Franziska Kraufmann
Im Folgenden:
Warum das drohende Scheitern der Strafverfolgung im Fall Schwabenlandtower Investoren alarmiert.
Welche Signalwirkung eine mögliche Verfahrenseinstellung für die deutsche Immobilienwirtschaft hat.
Wie die Bauruine bei Stuttgart nach fast zehn Jahren Insolvenz nun doch einen neuen Käufer findet.
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