Chinesischer Ökonom Zhang mit Hinweis an Europa: Chinas Erfolg wird falsch erklärt
Chinas wirtschaftlicher Aufstieg gilt vielen als Beleg für die Stärke staatlicher Steuerung. Der Ökonom Prof. Weiying Zhang widerspricht entschieden – auch in seinem Buch „Unternehmer sind nicht das Problem, sie sind die Lösung“: Nicht der Staat, sondern Unternehmer und Marktkräfte hätten den Boom getragen. Im Interview warnt er vor wachsender staatlicher Kontrolle, schwindender Innovationskraft – und davor, dass Europa aus Chinas Entwicklung die falschen Schlüsse zieht.
Eine Drohne liefert Essen in der südchinesischen Provinz Guangdong aus. Das südchinesische Technologiezentrum Shenzhen ist heute eine führende Produktionsstätte für unbemannte Luftfahrzeuge (Foto: dpa).
Foto: Mao Siqian
Im Folgenden:
Warum Chinas Aufstieg nicht auf staatlicher Steuerung beruht
Wie zunehmende Eingriffe Unternehmertum und Innovation beeinträchtigen
Ob Europa die falschen Lehren aus Chinas Entwicklung zieht
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Moritz Enders ist freier Autor und schreibt seit 2017 regelmäßig für die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Er studierte Geschichte in Rom und Sevilla, Enders ist außerdem Autor und Regisseur. Mehrere Dokumentarfilme brachte er unter anderem für das ZDF und arte auf den Bildschirm, zum Beispiel „Schüsse auf dem Petersplatz – wer wollte den Papst ermorden?“ und „Tod eines Bankers – der Skandal um die älteste Bank der Welt“. Im Februar 2026 ist sein Roman „Die Prinzessin von Centocelle“ erschienen, dessen Hauptfiguren neben der Prinzessin ein Tierpfleger im Ruhestand, ein Schimpanse, ein Privatdetektiv und der Doppelgänger eines Top-Terroristen sind.