Finanzen

Deutsche Telekom-Aktie: DAX-Wert mit Rückenwind aus den USA – doch Risiken bleiben

Die Deutsche Telekom-Aktie reagiert positiv auf die Bilanzvorlage am Mittwoch. Vor allem die starke Entwicklung der US-Tochter sorgt für Rückenwind. Doch trotz steigender Gewinne und Milliarden-Cashflow bleiben Risiken für den DAX-Wert bestehen.
13.05.2026 08:18
Lesezeit: 2 min

Deutsche Telekom-Aktie: Konzern hebt Prognose leicht an

Die Deutsche Telekom-Aktie steht nach neuen Zahlen erneut im Fokus der Anleger. Der Bonner DAX-Wert hat im ersten Quartal 2026 seinen Wachstumskurs fortgesetzt und den Ausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Vor allem die starke Entwicklung der US-Tochter T-Mobile US stützt die T-Aktie und sorgt für Rückenwind beim operativen Gewinn sowie beim freien Mittelzufluss.

Die Deutsche Telekom teilte am Mittwoch mit, dass beim operativen Ergebnis (Ebitda AL) nun ein Wert von rund 47,5 Milliarden Euro auf Basis konstanter Wechselkurse erwartet wird. Zuvor hatte der Konzern mit 47,4 Milliarden Euro gerechnet. Beim Free Cashflow AL sollen nun mehr als 19,8 Milliarden Euro erreicht werden. Die vorherige Prognose lag bei rund 19,8 Milliarden Euro. Hintergrund der Anpassung ist die zuvor erhöhte Prognose der US-Tochtergesellschaft.

Telekom-Zahlen übertreffen Analystenerwartungen

Im ersten Quartal steigerte die Deutsche Telekom ihren Umsatz leicht um 0,4 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Mittel lediglich 29,7 Milliarden Euro erwartet. Organisch, also ohne Wechselkursveränderungen und Veränderungen im Konsolidierungskreis, legte der Konzernumsatz um 4,7 Prozent zu. Die Service-Umsätze stiegen organisch um 4,6 Prozent auf 25,0 Milliarden Euro.

Auch beim operativen Gewinn schnitt der DAX-Wert besser ab als erwartet. Das bereinigte Ebitda AL kletterte um 2,0 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich 11,345 Milliarden Euro prognostiziert. Organisch lag das Wachstum sogar bei 7,5 Prozent. Die Telekom-Zahlen zeigen allerdings auch die Belastung durch den schwächeren US-Dollar, der die ausgewiesenen Wachstumsraten drückte.

Unter dem Strich verdiente die Deutsche Telekom im ersten Quartal 2,0 Milliarden Euro und damit 28,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Hauptgrund nannte der Konzern Sondereffekte im Vorjahr.

Deutsche Telekom-Aktie profitiert von starkem Cashflow

Besonders positiv fiel bei den Telekom-Zahlen der freie Cashflow aus. Der Free Cashflow AL sprang um 0,7 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich. Im Konsens waren lediglich 4,717 Milliarden Euro erwartet worden.

Die Deutsche Telekom-Aktie reagierte freundlich auf die Zahlenvorlage. Im vorbörslichen Tradegate-Handel legte die T-Aktie um über ein Prozent zu auf 27,91 Euro. Bereits am Dienstag hatte die Telekom-Aktie bei 27,61 Euro etwas höher geschlossen.

Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt dabei T-Mobile US. Die amerikanische Tochtergesellschaft steigerte ihre Service-Umsätze im zweistelligen Prozentbereich und sorgte damit erneut für Rückenwind bei der Deutsche Telekom-Aktie. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die starke Abhängigkeit des DAX-Werts vom US-Geschäft. Der schwache Dollar belastete die in Euro ausgewiesenen Kennzahlen deutlich.

Warnstreiks belasten die T-Aktie

Neben den positiven Telekom-Zahlen rückt inzwischen auch das Inlandsgeschäft stärker in den Fokus. Dort belasten Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di den Kundenservice. Die Arbeitskämpfe könnten direkte Risiken für die ohnehin schwächeren Margen im Heimatmarkt mit sich bringen.

Dennoch setzte die Deutsche Telekom ihren Wachstumskurs in Deutschland fort. Der Umsatz auf dem Heimatmarkt stieg im ersten Quartal um 1,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum bei 2,1 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1 Prozent gerechnet.

Für Anleger bleibt die Deutsche Telekom-Aktie damit ein spannender DAX-Wert. Während die starke operative Entwicklung und der hohe Cashflow die Telekom-Aktie stützen, könnten Währungseffekte sowie die Tarifkonflikte in Deutschland die weitere Entwicklung der T-Aktie beeinflussen. Zudem signalisiert ein RSI-Wert von über 77 derzeit eine technisch überkaufte Situation.

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