Technologie

SpaceX-Aktie: Musk baut die Energiebasis für Weltraum-KI

Die SpaceX-Aktie könnte eines der spektakulärsten Börsenthemen der kommenden Monate werden. Elon Musk bereitet mit gigantischer Solarproduktion in Texas den nächsten Schritt vor und will KI-Rechenzentren künftig im Weltraum betreiben.
29.05.2026 05:58
Lesezeit: 2 min

Space X will riesiges Solarkraftwerk bauen, um KI-Rechenzentren im Weltraum zu betreiben

Space X, das Elon Musk gehört, plant den Bau eines riesigen Solarkraftwerks mit 10 Gigawatt im US-Bundesstaat Texas. Das berichten unsere Kollegen von Børsen unter Bezug auf Bloomberg News. Die Errichtung des Solarkraftwerks erfolgt als Teil des Vorhabens, genügend Solarzellen herzustellen, um KI-Rechenzentren im Weltraum betreiben zu können. Space X war zuvor unter anderem mit Google, das Alphabet gehört, im Gespräch über den Bau von Rechenzentren, die mit Raketen in den Weltraum gebracht werden und in einer Umlaufbahn um die Erde schweben sollen, wie The Wall Street Journal erfahren hat.

Elon Musk, der auch CEO des Raumfahrtunternehmens ist, hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Rechenzentren im Weltraum die nächste große technische Herausforderung für die weitere Entwicklung des Konzerns vor einem möglichen Börsengang seien, der unmittelbar bevorstehen könnte. Nun setzt das Unternehmen also auf Solarkapazität.

Solarproduktion als Schlüssel für KI-Infrastruktur

Musk betonte im Januar beim World Economic Forum, dass er Solarenergie als Lösung für den Energieengpass sehe, der den Aufbau von KI-Infrastruktur begrenzt. Er kündigte ein ehrgeiziges Ziel für Tesla und Space X an. Beide Unternehmen sollen in den USA innerhalb der nächsten drei Jahre jeweils eine Produktionskapazität für Solarzellen von 100 Gigawatt pro Jahr aufbauen. Das wäre mehr als das derzeitige Niveau der gesamten USA, schreibt Bloomberg.

Die Anlage, die mehr als eine Million Quadratmeter groß sein wird, soll zwei Etagen umfassen, die jeweils Solarzellen mit einer Leistung von 5 Gigawatt produzieren, heißt es. Am Mittwoch der Vorwoche beantragte Musks Space X offiziell den Börsengang an der Nasdaq unter dem Tickerkürzel "SPCX".

Nasdaq-Pläne erhöhen die Spannung um die SpaceX-Aktie

Das Unternehmen will zwei Aktienklassen mit einer A-Aktie und einer B-Aktie haben. Der Börsengang soll von den Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America betreut werden.

Für Deutschland ist diese Entwicklung von erheblicher Bedeutung. Der Plan von Space X verbindet drei strategische Zukunftsfelder, die auch für deutsche Unternehmen und Investoren entscheidend werden. Es geht um Raumfahrt, KI-Infrastruktur und Energieversorgung. Sollte die SpaceX-Aktie tatsächlich an die Börse kommen, würde sie nicht nur Anleger interessieren, sondern auch den europäischen Technologiestandort unter Druck setzen. Deutsche Industrieunternehmen, Energieversorger und Rechenzentrumsbetreiber müssten sich stärker mit der Frage befassen, wie eng Energieproduktion, Datenverarbeitung und Weltrauminfrastruktur künftig zusammenwachsen.

Die Pläne von Space X zeigen, dass Elon Musk den nächsten Technologiesprung nicht allein auf der Erde sucht. KI-Rechenzentren im Weltraum klingen wie Zukunftsmusik, doch die geplante Solarproduktion in Texas deutet auf konkrete industrielle Vorbereitung hin. Für Anleger könnte die SpaceX-Aktie deshalb weit mehr sein als ein klassischer Raumfahrtwert. Sie könnte zu einem Symbol dafür werden, wie KI, Energie und Weltraumwirtschaft zu einem neuen Machtfeld der globalen Technologiebranche verschmelzen.

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Sara Lindberg

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Wenn Sara Lindberg für die DWN schreibt, erweitert sie den Blick um eine Stimme aus der Redaktion von Børsen – dem dänischen Bonnier-Schwesterunternehmen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

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