Finanzen

Bayer-Aktie stürzt ab: Glyphosat-Angst wächst

Die Bayer-Aktie gerät erneut unter Druck: Wachsende Zweifel an einem Glyphosat-Vergleich und eine wichtige Entscheidung des US-Supreme-Court verunsichern Anleger. Das Papier fällt auf ein neues Jahrestief und zählt 2026 bislang zu den schwächeren Dax-Werten.
02.06.2026 11:37
Aktualisiert: 02.06.2026 11:37
Lesezeit: 1 min

Bayer-Aktie auf Jahrestief: Glyphosat-Sorgen verschärfen den Verkaufsdruck

Die Aktien von Bayer sind am Dienstag auf das tiefste Niveau seit Anfang Dezember gefallen. Die Bayer-Aktie sackte dabei auf 32,96 Euro ab und verlor gut 6 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier damit gegen den leicht positiven Dax-Trend nun elf Prozent im Minus.

Glyphosat-Vergleich: Anleger sorgen sich um den Ausgang in den USA

Am Markt wachsen laut Börsianern die Sorgen um den Glyphosat-Vergleich in den USA. Hintergrund ist, dass die Zuständigkeit für den Widerstand gegen die Vereinbarung von einem Bundesgericht im Bundesstaat Missouri an ein anderes Bundesgericht in Kalifornien übergegangen ist.

Dort liegt der Fall nun bei Bundesrichter Vince Chhabria, einem ausgesprochenen Kritiker der Vergleichsstrategie der Leverkusener, wie mehrere Broker berichteten. Bereits 2020 hatte er einen ersten Vergleichsvorstoß abgewiesen.

Supreme Court: Entscheidung im Fall "Durnell" rückt näher

Die Nervosität rund um die Bayer-Aktie nimmt zusätzlich zu. Im Juni steht eine Grundsatzentscheidung des Supreme Court, des obersten US-Gerichts, im Fall "Durnell" an. Diese könnte Glyphosat-Klagen die rechtliche Grundlage entziehen.

Der Fall vor dem Supreme Court bleibt von der Vergleichsvereinbarung allerdings unberührt. Ursprünglich hatten viele Marktteilnehmer auf eine für Bayer günstige Entscheidung gesetzt. Zuletzt hat sich das Meinungsbild jedoch auch in dieser Frage wieder deutlich differenziert.

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