Technologie

Studie: Deutschland verliert zu viele Patente ans Ausland

Fast jedes dritte deutsche Patent landet in ausländischen Händen. Vor allem die USA sichern sich laut einer Analyse das Know-how, zunehmend aber auch China. Die Autoren schlagen Alarm.
04.06.2026 11:13
Lesezeit: 1 min
Studie: Deutschland verliert zu viele Patente ans Ausland
ARCHIV - 24.05.2024, China, Xinjiang: Kuka-Roboter arbeiten im Nordwesten Chinas an der Produktionslinie für Flachglas für Solarzellen. Die Studie nennt die Übernahme des Augsburger Unternehmens durch einen chinesischen Konzern als Beispiel für die ausländische Übernahme von Kontrolle über Patente. (Foto: dpa) Foto: Uncredited

Patente wandern ins Ausland

Deutschland verliert laut einer Studie durch Firmenübernahmen zu viele Patente an Unternehmen im Ausland. Ausländische Konzerne kontrollieren inzwischen rund 29 Prozent der 189.000 transnationalen Patente, die deutsche Unternehmen zwischen 2000 und 2022 hervorgebracht haben. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor, die im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung entstand.

USA und China im Fokus

"Die meisten in Deutschland hervorgebrachten Patente werden aus den USA kontrolliert, aber auch China hat sich bereits in der entsprechenden Spitzengruppe etabliert", heißt es in der Untersuchung. "Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen müssen beide Umstände kritisch hinterfragt werden." Deutschland sei gut beraten, in relevanten Technologiebereichen mehr Unabhängigkeit zu erreichen.

"Auch deutsche Konzerne halten im Ausland Patente. Das gehört zum normalen Wettbewerb", betonte der Co-Autor der Studie, Oliver Koppel. China steuere Übernahmen im Westen jedoch geostrategisch und schotte zugleich den eigenen Markt für ausländische Investoren ab.

Forschung stärken

Das arbeitgebernahe Institut empfiehlt, dass Deutschland stärker in Forschung investiert, um international nicht den Anschluss zu verlieren. Der Anteil der deutschen Wirtschaft an den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben sei deutlich gesunken.

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