Wirtschaft

Job-Kahlschlag droht: Deutsche Unternehmen planen massiven Stellenabbau

Die Aussichten für Beschäftigte in Deutschland verdüstern sich drastisch. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, planen die Unternehmen hierzulande wieder vermehrt, Stellen abzubauen. Das vielbeachtete Ifo-Beschäftigungsbarometer stürzte im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte ab – und markiert damit einen der schlechtesten Werte seit der Corona-Pandemie.
26.06.2026 11:48
Lesezeit: 1 min
Job-Kahlschlag droht: Deutsche Unternehmen planen massiven Stellenabbau
Droht ein massiver Jobabbau? Das Ifo Barometer sinkt drastisch: Deutsche Firmen streichen Stellen. Besonders Handel und Industrie sind stark betroffen (Foto: dpa).

Industrie und Handel besonders hart getroffen

"Der Arbeitsmarkt bleibt schwach", warnt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.“ Nachdem das Barometer im Mai noch leicht gestiegen war, folgte nun der herbe Rückschlag.

Besonders düster sieht es in den Schlüsselbranchen aus: In der Industrie und im Handel überwiegt die Zahl der Betriebe, die Jobs streichen wollen, jene mit Aufbauplänen um jeweils rund 18 Prozentpunkte. Während sich die Stimmung in der Industrie auf niedrigem Niveau minimal stabilisierte, verschärft sich die Lage im Handel drastisch. Hier sank das Teilbarometer um deutliche 3,2 Punkte.

Trendwende im Dienstleistungssektor

Auch der Dienstleistungssektor bleibt vom Abwärtstrend nicht verschont. Hatten die Dienstleister im Vormonat noch leichte Expansionspläne, hat sich das Blatt nun gewendet: Die Firmen mit Abbauabsichten überwiegen die mit Einstellungsplänen um 4,9 Prozentpunkte. Laut Ifo-Institut ist die Situation vor allem bei Zeitarbeitsfirmen sowie in der Tourismusbranche extrem angespannt.

Lichtblick auf dem Bau: Stabilität trotz Krise

Einzig das Baugewerbe zeigt sich von der aktuellen Entlassungswelle weitgehend unbeeindruckt. Nach Erkenntnissen der Münchner Wirtschaftsforscher sind in dieser Branche kaum Veränderungen geplant. Die Bauunternehmen versuchen demnach, ihren aktuellen Personalbestand weitgehend stabil zu halten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Industrieaktien sind heiß, diese Aktie ist der Favorit unter den Goldminen
11.10.2026

Der US-Bullenmarkt feiert nächste Woche sein vierjähriges Bestehen und hat seit dem Tiefpunkt beachtliche 117 Prozent zugelegt. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Boom außer Kontrolle: Diese sechs Gefahren bedrohen die Finanzmärkte
11.10.2026

Der KI-Boom treibt Börsenkurse, Investitionen und Bewertungen seit Jahren nach oben. Doch hinter der Euphorie wächst ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Das neue Projekt der DWN
11.10.2026

Ich möchte Ihnen die faszinierende Geschichte von Investor Toomas vorstellen, die mich dazu inspiriert hat, selbst in die Welt der Börse...

DWN
Finanzen
Finanzen Investment-FOMO: Warum Anleger nicht jedem Trend folgen sollten
11.10.2026

Ich las kürzlich auf Insta: „Stocks that will make you rich before 2027!! (I am only going to say that once!!).“ Drei Aktien von 12...

DWN
Immobilien
Immobilien Sachwert, Ertragswert, Vergleichswert: Wie Profis eine Immobilie bewerten
11.10.2026

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich mit dem Vokabular rund um den Wert der Immobilie auskennen. Was Sachwert, Ertragswert und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Auto kaufen oder leasen? Der Fünf-Minuten-Check
11.10.2026

Ein E-Auto kaufen klingt einfacher, als es ist. Reichweite, Laden, Leasing, Garantien und eine Fülle neuer Technik können Einsteiger...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schutzmaßnahmen wegen KI: Deutsche Firmen auf KI-Angriffe unzureichend vorbereitet
11.10.2026

Etwa jeder zweite Betrieb nutzt Künstliche Intelligenz. Spezielle Prozesse, um das eigene Unternehmen gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu...

DWN
Technologie
Technologie Bekannter Allrounder: 80 Jahre Unimog - wichtiger denn je?
11.10.2026

Der Unimog ist ein Allrounder: Einst auf dem Acker zur Kartoffelernte, heute bei Kommunen, Feuerwehr oder dem Militär im Einsatz. Warum er...