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Stellenabbau: Reifenhersteller Conti verkauft Kunststofftechnik - Gewerkschaft warnt

Schon seit längerem plant der Reifenhersteller Continental den Verkauf seiner Kunststofftechniksparte. Nun ist ein Käufer gefunden. Gewerkschaft und Betriebsrat haben eine klare Botschaft.
06.07.2026 07:23
Lesezeit: 1 min
Stellenabbau: Reifenhersteller Conti verkauft Kunststofftechnik - Gewerkschaft warnt
Der Reifenhersteller Continental hatte im Mai angekündigt, bei der Kunststofftechnik-Tochter Contitech weltweit 3.000 Stellen abzubauen, davon 1.600 in Deutschland. (Foto: dpa) Foto: Melissa Erichsen

Conti verkauft Kunststofftechnik - Gewerkschaft warnt

Nach Bekanntwerden des Verkaufs der Continental-Kunststofftechniksparte Contitech an den Finanzinvestor Lone Star Funds hat die IGBCE Widerstand gegen mögliche weitere Stellenstreichungen angekündigt. Man setze auf Dialog mit dem neuen Eigentümer, sollte es aber Pläne eines weiteren Arbeitsplatzabbaus über die beschlossene Größenordnung hinaus geben, werde das auf «entschiedenen Widerstand» stoßen, sagte Francesco Grioli, Mitglied des Continental-Aufsichtsrats und des geschäftsführenden Hauptvorstands der Industriegewerkschaft.

Der Reifenhersteller Continental hatte im Mai angekündigt, bei der Kunststofftechnik-Tochter Contitech weltweit 3.000 Stellen abzubauen, davon 1.600 in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen sollen bis mindestens Ende 2030 vermieden werden, teilte die IGBCE damals mit.

Noch steht der Verkauf an den Finanzinvestor unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Im nun unterzeichneten Kaufvertrag wurde ein Unternehmenswert von vier Milliarden Euro vereinbart, der Verkauf kann laut Continental bis Ende des laufenden Jahres erfolgen. Damit wird Continental zu einem reinen Reifenhersteller. Contitech liefert unter anderem Schläuche, Antriebsriemen und Förderbänder für die Industrie. Zuletzt beschäftigte die Sparte mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, davon etwa 7.700 in Deutschland.

Perspektiven für Arbeitsplätze in Deutschland

Ein Eckpunktepapier verpflichte den Käufer unter anderem zu Investitionen, Arbeitsplatzsicherung und der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in Deutschland, sagte der stellvertretende Continental-Aufsichtsratsvorsitzende und Konzernbetriebsratschef Hasan Allak. Der Käufer habe zudem zugesichert, Perspektiven für Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen.

Conti hatte den Spartenverkauf schon vor längerem angekündigt. Der Konzern hat bereits seine Autozuliefersparte Aumovio abgespalten.

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