Zweigespaltene Stimmung an den US-Börsen
Chipaktien, darunter Sandisk und Intel, wurden von einem erneuten Markteinbruch erfasst, wobei im gesamten Sektor deutliche Verluste zu verzeichnen waren.
Dies geschah, während andere Aktien am Mittwoch von weiteren positiven Inflationsdaten profitierten. Bei den Anlegern keimte erneut die Hoffnung auf, dass die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Jahr auf weitere Zinserhöhungen verzichten könnte.
Chipaktien standen am Mittwoch im Visier der Anleger, wobei eine Reihe großer Halbleiterhersteller erhebliche Kursverluste hinnehmen musste.
Micron und Sandisk waren am stärksten betroffen und brachen um 8 bzw. 8,1 Prozent ein.
Intel verlor 4,4 Prozent und AMD büßte 3,46 Prozent ein, während IBM nach dem drastischen Einbruch von 25 Prozent am Dienstag um weitere 2,7 Prozent nachgab.
Unterdessen zeigten Zahlen des Bureau of Labor Statistics, dass der Erzeugerpreisindex im Juni schwächer als erwartet ausfiel; es wurde ein Preisanstieg von 4,7 Prozent verzeichnet.
Die Erzeugerpreisinflation ging vor allem auf einen Rückgang der Benzinpreise um 12 Prozent zurück.
„Dies könnte die Sorgen lindern, dass sich der Inflationsdruck infolge des Energiepreisschocks verfestigt, und nimmt der US-Notenbank Federal Reserve etwas Druck, die Zinsen weiter anzuheben“, sagte Danni Hewson von AJ Bell.
Technologie-Ausverkauf trifft auf positive Inflationsdaten
Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,29 Prozent auf einen Schlussstand von 52.658,52 Punkten, während der technologielastige Nasdaq Composite den Handel mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 26.269,23 Punkten beendete.
Der S&P 500 legte unterdessen um 0,38 Prozent auf 7.572,42 Punkte zu.
SpaceX fiel zum ersten Mal seit dem Handelsstart unter seinen IPO-Preis von 135 US-Dollar und beendete den Tag mit einem Minus von 0,6 Prozent.
PayPal schoss um über 17 Prozent in die Höhe, nachdem berichtet wurde, dass Stripe – das von Patrick und John Collison gegründete und geführte Zahlungsunternehmen – sich mit der Private-Equity-Gesellschaft Advent International zusammengetan hat, um den Zahlungsriesen zu einer Bewertung von 53 Milliarden US-Dollar (46,32 Milliarden Euro) zu übernehmen.
Banken und Tech-Schwergewichte im Aufwind
Morgan Stanley konnte anfängliche Verluste im Tagesverlauf wettmachen, nachdem die Bank einen Gewinnanstieg von 58 Prozent im zweiten Quartal gemeldet hatte. Ein von KI-Spekulationen getriebener Boom an den Märkten spielte der historischen Stärke der Bank im Aktienhandel in die Karten. Die Aktie schloss den Handel mit einem Plus von 0,36 Prozent ab.
„Diese fulminante Performance deutet darauf hin, dass die ‚Animal Spirits‘ an der Wall Street wieder lebendig sind, wobei auch einige Konkurrenten von dem KI-Hype und einer Pipeline von Blockbuster-IPOs profitieren“, so Hewson.
BlackRock verzeichnete einen kräftigen Kursanstieg, nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass sein verwaltetes Vermögen ein Rekordhoch von 15,3 Billionen US-Dollar (13,3 Billionen Euro) erreicht hat. Die Aktie schloss den Tag mit einem Plus von 6,6 Prozent.
Apple verzeichnete einen erfolgreichen Handelstag und schloss mit einem Plus von 4 Prozent, nachdem das Unternehmen die Genehmigung erhalten hatte, seine „Apple Intelligence“-Funktionen in China einzuführen, was dem Konzern in dieser Region Auftrieb geben könnte.
