RWE baut Großbatteriespeicher im Tagebau Hambach
Der Energiekonzern RWE baut auf dem Betriebsgelände des Tagebaus Hambach einen weiteren Batteriespeicher. Die Anlage entsteht auf Höhe der Gemeinde Niederzier im Kreis Düren, wie das Unternehmen mitteilte. Die ersten der insgesamt 128 Lithium-Ionen-Batterie-Container wurden bereits angeliefert.
Für 2027 ist die Inbetriebnahme geplant. Der Großspeicher verfügt laut RWE über eine Leistung von 236 Megawatt und eine Kapazität von 470 Megawattstunden. Bereits Ende 2025 begannen die bauvorbereitenden Arbeiten auf einer Fläche von drei Hektar. Wie viel der Konzern investiert, teilte er auf Nachfrage nicht mit.
Der Batteriespeicher soll das Stromnetz stabilisieren. Die Anlage könne "Ungleichgewichte im Stromnetz in Sekundenbruchteilen ausgleichen", sagte Nikolaus Valerius, Chef der Stromerzeugungssparte RWE Generation. Der Standort mitten in der Energieregion Rheinisches Revier biete dafür ideale Voraussetzungen. Im Tagebau Hambach hat RWE bereits drei Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 50 Megawatt Wechselstrom sowie einen integrierten Batteriespeicher realisiert.
Weitere Bauvorhaben in Bayern und Niedersachsen
RWE betreibt Batteriespeicher in den USA, Europa und Australien. Ihre Gesamtleistung liegt nach eigenen Angaben bei 1.700 Megawatt. Weitere rund 2.500 Megawatt befinden sich im Bau, davon 1.700 Megawatt in Deutschland. RWE errichtet derzeit unter anderem im bayerischen Gundremmingen einen weiteren Batteriespeicher. Die Anlage soll eine Leistung von 400 Megawatt erreichen, die Speicherkapazität soll bei 700 Megawattstunden liegen. Anfang 2027 soll sie in Betrieb gehen.
Auch am Kraftwerksstandort Lingen baut RWE einen Speicher mit 400 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden. Die Anlage soll 2028 in Betrieb gehen. RWE betreibt in Lingen bereits einen Batteriespeicher. 2025 gingen in NRW zudem Anlagen in Neurath und Hamm in Betrieb.

