Wirtschaft

Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer digitaler Plattformen konzentriert, den Technofeudalherren. Dieses Weltbild zeichnet Yanis Varoufakis in seinem Buch „Technofeudalismus“. Der ehemalige griechische Finanzminister beschreibt treffend die wachsende Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur. Weniger überzeugend gelingt ihm allerdings der Nachweis, dass vor unseren Augen bereits eine völlig neue Wirtschaftsordnung entstanden ist. Vielleicht ist das, was er für den Tod des Kapitalismus hält, gerade ein Beleg für dessen Überlebensfähigkeit.
25.10.2026 17:15
Lesezeit: 14 min
Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis sieht den Kapitalismus am Ende. (Bild: Kay Nietfeld/dpa)

Im Folgenden:

  • Warum Yanis Varoufakis mit seiner These vom Tod des Kapitalismus irrt.
  • Wie die Dominanz digitaler Plattformen neue wirtschaftliche Abhängigkeiten für Händler schafft.
  • Weshalb die Feudalrente moderner Tech-Konzerne vielmehr die Anpassungsfähigkeit des Kapitalismus belegt.

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Aleksander Ogrodnik

Aleksander Ogrodnik schreibt für Bankier.pl und beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Debatten, Märkten und den großen Fragen rund um Kapitalismus, Geld und Unternehmen. Über Puls Biznesu, das polnische Schwesterunternehmen der DWN im Bonnier-Konzern, fließen seine Analysen gelegentlich auch in Gastbeiträge für die Deutschen Wirtschafts Nachrichten ein.
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