Finanzen

21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber als Beitragszahler dann aber auf deutliche Mehrbelastungen einstellen.
03.11.2026 19:11
Lesezeit: 2 min
21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt den neuen Daten zufolge im kommenden Jahr noch stabil bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. (Foto: dpa) Foto: Andreas Gebert

21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?

Die Bezüge der über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner steigen im Sommer voraussichtlich erneut um mehr als vier Prozent. Laut Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2026 geht die Regierung von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Mittwoch) berichtete zuerst über die am 1. Juli 2027 anstehende Erhöhung.

Bereits im vergangenen Juli waren die Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Die erste Schätzung vom vergangenen Herbst für diesen Anstieg hatte noch einen Wert von 3,7 Prozent ergeben. Auch bei der nun anstehenden Rentenanpassung wird die genaue Zahl erst noch ermittelt. Genaue Daten sollen im März vorliegen. Bei einem Anstieg um 4,1 Prozent würde eine monatliche Rente von 1.000 Euro zum Beispiel um 41 Euro steigen.

Erwartungen zurückgeschraubt

Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung. So dürfte die geschätzte Rentenanpassung laut dem Bericht im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch im Sommer mit 4,4 Prozent angenommen.

Steigernd wirkt sich eine Fixierung der sogenannten Haltelinie beim Rentenniveau aus, die die Koalition Ende vergangenen Jahres mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat. Bis 2031 gilt, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen.

Der Beitragssatz bleibt laut dem Bericht 2027 stabil bei 18,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. 2028 soll der Beitragssatz auf 19,7 Prozent steigen. Der Anstieg soll sich 2040 auf 21,0 Prozent fortsetzen.

Rentenanpassung orientiert sich stets an der allgemeinen Lohnentwicklung

Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber als Beitragszahler allerdings auf deutliche Mehrbelastungen einstellen. Dann steigt der Beitragssatz um 1,1 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent, zeigt der Entwurf.

Für 2029 wird mit einer weiteren Erhöhung auf 19,8 Prozent gerechnet. Aufgrund der verbesserten Konjunkturaussichten fallen diese Werte jedoch etwas günstiger aus als zuvor erwartet. Im Frühjahr hatte die Deutsche Rentenversicherung noch einen Beitragsanstieg auf 19,9 Prozent im Jahr 2028 und auf 20 Prozent im Jahr 2029 prognostiziert.

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