Finanzen

Iranische Banken starten Gold-gedeckte Kryptowährung

Lesezeit: 4 min
05.02.2019 22:47
Vier iranische Banken haben sich mit dem Blockchain-Startup Kuknos zusammengeschlossen, um eine Gold-gedeckte Kryptowährung auszugeben. Hintergrund sind die Finanzsanktionen gegen das Land durch die USA.
Iranische Banken starten Gold-gedeckte Kryptowährung

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Iranische Banken starten Gold-gedeckte Kryptowährung

Im Iran wurde eine goldgedeckte Kryptowährung namens "PayMon" eingeführt. Vier iranische Banken - Bank Mellat, Bank Melli Iran, Bank Pasargad und Parsian Bank - haben sich für das Projekt mit dem Blockchain-Startup Kuknos zusammengeschlossen, berichtet Financial Tribune.

Dem Bericht zufolge soll zunächst eine Milliarde PayMon ausgegeben werden, um die Vermögenswerte und Immobilien der Banken zu tokenisieren. Zudem soll die Freiverkehrs-Börse (OTC) Iran Fara Bourse den Handel mit der neuen Kryptowährung ermöglichen.

Bereits im Juli 2018 wurde erstmals berichtet, dass der Iran eine nationale Kryptowährung entwickeln könnte, um die erneuten Wirtschaftssanktionen von US-Präsident Donald Trump zu umgehen. Diese Kryptowährung sollte durch die nationale Währung des Landes Rial gedeckt werden, um Inlands- und Auslands-Transaktionen zu ermöglichen.

Wie letzte Woche berichtet, führt der Iran Gespräche mit acht Ländern über einen möglichen Einsatz von Kryptowährungen. Man prüft verschiedene Optionen, darunter Verhandlungen mit anderen Ländern, um Kryptowährung im Welthandel einzuführen.

"Vertreter aus der Schweiz, Südafrika, Frankreich, England, Russland, Österreich, Deutschland und Bosnien haben den Iran besucht, um Gespräche über das Thema zu führen", sagte Mohammad-Reza Modoudi, der amtierende Leiter der iranischen Trade Promotion Organization (TPO).

In der vergangenen Woche hat die iranische Zentralbank jedoch einen Berichtsentwurf veröffentlicht, in dem sie darauf hinweist, dass sie die Verwendung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel blockieren wird, die nicht genehmigt sind.

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Tägliche Preisspanne von Bitcoin erreicht Dreimonats-Tief

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  • Seit Jahresbeginn verzeichneten die digitalen Währungsbörsen Berichten zufolge ein niedrigeres Handelsvolumen und markierten damit neue Tiefststände, die seit 2017 nicht mehr erreicht wurden.
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