Politik

US-Nationalgarde und New Yorker Polizei im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten

Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben sich die Nationalgarde von Minnesota und das New York Police Department zu den Ausschreitungen in den USA geäußert.
31.05.2020 18:08
Aktualisiert: 31.05.2020 18:08
Lesezeit: 2 min

Eine Sprecherin des New York Police Department (NYPD) teilte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit, dass bisher 33 Polizeibeamte in New York verletzt wurden. 47 Fahrzeuge wurden beschädigt und 345 Demonstranten festgenommen. Plünderungen habe es kaum gegeben und die Situation in New York sei bisher nicht außer Kontrolle geraten. Die Sprecherin fügte hinzu, dass es immer wieder Provokateure gebe, die sich unter die Demonstranten mischen würden. Doch das sei auch in der Vergangenheit immer wieder der Fall gewesen. Das NYPD sei gut aufgestellt.

In Minnesota ist die Lage etwas anders, weil die Nationalgarde zum Einsatz gekommen ist. „Während der ganzen Nacht und bis in die frühen Morgenstunden unterstützten Tausende von ,Bürgersoldaten‘ (Mitglieder der Nationalgarde, Anm.d.Red.) die Zivilbehörden in Minneapolis, Saint Paul und den umliegenden Gemeinden. Soldaten und Piloten absolvierten 19 Missionen. Dazu zählten die Unterstützung der Polizeieinsätze in Minneapolis und Saint Paul, die Gewährleistung der Sicherheit der Feuerwehren und Krankenhäuser in Minneapolis und Saint Paul, die Begleitung der Rettungsdienste zur Unterstützung der Staatspatrouille und die Sicherung des Kapitolkomplexes. Bis heute Morgen sind mehr als 5.025 Soldaten und Piloten in der Nationalgarde von Minnesota aktiviert, um ihre Einsätze in den kommenden Tagen fortzusetzen“, sagte eine Sprecherin der Nationalgarde von Minneapolis den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

In Indianapolis im Bundesstaat Indiana wurde mindestens ein Mensch in der Nähe von Demonstrationen durch Schüsse getötet, wie der Sender NBC News unter Berufung auf die Polizei berichtete. Vize-Polizeichef Josh Barker zufolge gab es mindestens zwei Verletzte. Was genau geschah, war zunächst unklar. Auf Twitter schrieb die Polizei, ihre Beamten seien nicht beteiligt gewesen.

Die Bürgermeisterin von San Francisco, London Breed, verkündete eine Ausgangssperre, die von Sonntagabend bis Montagfrüh 5.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) gelten soll. Zuvor waren Proteste in der Innenstadt in Plünderungen und Vandalismus umgeschlagen. Die Bürgermeisterin sagte, die Nationalgarde werde „bereitstehen“. Aktive Kriminalität „ist etwas, das wir nicht tolerieren werden“.

In Los Angeles wurde ebenfalls die Nationalgarde angefordert, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Dort gab es insgesamt schon mehr als 500 Festnahmen. Bürgermeister Eric Garcetti sagte im US-Sender Fox News: „Das ist nicht länger ein Protest, das ist Zerstörung.“ In der zweitgrößten Stadt der USA galt ebenfalls eine Ausgangssperre. Aus Chicago meldeten Medien, das Polizeipräsidium habe für die Beamten 12-Stunden-Schichten angeordnet, um die Proteste unter Kontrolle zu bekommen.

Vor dem Weißen Haus in Washington verhinderten Sicherheitskräfte am Samstagabend, dass sich Demonstranten dort versammelten. Ein schwarzer Demonstrant trug ein Schild mit der Aufschrift: „Bin ich der Nächste?“ Demonstranten skandierten den Namen George Floyd. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie ein Gebäude im Stadtzentrum brannte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dürre macht Sprit teurer: Lokale Engpässe möglich
11.08.2026

Die Dürre erreicht die Tankstelle: Sinkende Rheinpegel verteuern den Transport von Benzin und Diesel. Drohen jetzt regionale Engpässe,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI bei der Jobsuche: Warum ChatGPT Ihre Bewerbung ruinieren kann
11.08.2026

Eine Bewerbung in nur einer Minute, perfekt formuliert und ohne mühsames Ringen um jedes Wort. Künstliche Intelligenz hat die Jobsuche...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (08/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen
11.08.2026

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elektrobranche verbucht Auftragsboom
11.08.2026

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie meldet deutlich mehr Bestellungen und sieht wieder Licht am Ende des Tunnels. Doch ausgerechnet...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie: Europas größter Autobauer erlebt die schwerste Krise seiner Geschichte
11.08.2026

Der Konzern, der über Jahrzehnte ein Symbol deutscher Ingenieurskunst und industrieller Stärke Europas war, ein Vorbild für Effizienz...

DWN
Panorama
Panorama Generation Z: Dieses Vorurteil stimmt nicht
11.08.2026

Die Generation Z gilt als faul, anspruchsvoll und wenig belastbar – doch die Arbeitsmarktdaten erzählen eine andere Geschichte. Warum...

DWN
Finanzen
Finanzen XRP-Kurs unter Druck: Anleger blicken auf Grayscale-Verkäufe und wichtige Marken
11.08.2026

Der XRP-Kurs kämpft erneut mit der psychologisch wichtigen Marke von einem US-Dollar. Während Verkäufe beim Grayscale Trust die...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell schwächer: Vor wichtigen US-Inflationsdaten stockt die Goldpreis-Entwicklung
11.08.2026

Der Goldpreis gibt am Dienstagmorgen leicht nach, bleibt nach seiner kräftigen Erholung der vergangenen Woche aber auf hohem Niveau. Warum...