Finanzen

Corona reißt Loch in Staatsetat: Minus von 51,6 Milliarden Euro

Die Corona-Rezession hat ein riesiges Loch in den deutschen Staatshaushalt gerissen.
10.09.2020 15:53
Lesezeit: 1 min
Corona reißt Loch in Staatsetat: Minus von 51,6 Milliarden Euro
Die finanziellen Schäden der Pandemie sind enorm. (Foto: dpa) Foto: Silas Stein

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben im ersten Halbjahr zusammen 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnehmen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Defizit entspricht 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 stand noch ein Überschuss von 46,5 Milliarden Euro zu Buche.

Auch im Gesamtjahr 2020 dürfte der deutsche Staat tiefrote Zahlen schreiben, nachdem zuvor acht Jahre in Folge ein Überschuss gelungen war. Die Bundesbank rechnet mit einem Defizit von etwa sieben Prozent. "Die Steuereinnahmen brechen weg, während die Ausgaben nicht nur weiterlaufen, sondern teilweise – wie bei der Arbeitslosenversicherung - krisenbedingt stark steigen", erklärte sie.

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