Politik

Billionär Musk mahnt ZDF ab: Elon Musk geht gegen Falschbehauptung vor

Tech-Unternehmer Elon Musk mahnt das ZDF ab. Ein Bericht über die Ausschreitungen in Nordirland bringt das ZDF in die Defensive. Der Sender knickt ein und reagiert mit einem Hinweis in der Mediathek. Elon Musk wirft dem Sender Falschdarstellungen vor.
17.06.2026 08:04
Aktualisiert: 17.06.2026 08:11
Lesezeit: 2 min
Billionär Musk mahnt ZDF ab: Elon Musk geht gegen Falschbehauptung vor
Bürgerkrieg in Belfast: Ein sudanesischer Asylbewerber hat in Belfast einen Mann niedergestochen. Daraufhin kommt es zu schweren Ausschreitungen. (Foto: dpa) Foto: Cameron Scott

„Jagd auf Migranten“: Elon Musk geht gegen ZDF-Bericht zu Belfast-Krawallen vor

Nach einem ZDF-Bericht zu den Belfast-Krawallen fordert Elon Musk über einen Anwalt eine Unterlassungserklärung. Das ZDF hat die Formulierung inzwischen als "missverständlich" gekennzeichnet.

Der Tech-Unternehmer Elon Musk geht juristisch gegen einen Beitrag des ZDF über ihn vor. Er habe den Sender für seinen Mandanten wegen eines Berichts über Ausschreitungen in Belfast abgemahnt und fordere die Abgabe einer Unterlassungserklärung, bestätigte Anwalt Joachim Steinhöfel der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Welt" über das Schreiben berichtet. Demzufolge sei die Behauptung, Musk habe zu einer "Jagd auf Migranten durch einen rassistischen Mob" aufgerufen, offensichtlich unwahr.

Krawalle in Belfast: Elon Musk geht gegen ZDF-Bericht vor – Sender kürzt umstrittene Moderation

Hintergrund ist eine Folge von "ZDF heute live" vom 12. Juni. Thema der Sendung waren die gewalttätigen Krawalle in Belfast, nachdem ein Flüchtling aus dem Sudan Anfang der Woche für einen Messerangriff wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. In der Anmoderation heißt es, dass ein rassistischer Mob Jagd auf Migranten mache. "Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk."

Das ZDF hat inzwischen einen Disclaimer neben das Video gestellt. Darin heißt es, dass die Formulierung "unpräzise und deshalb missverständlich" sei. Der britische Rechtsextreme Tommy Robinson habe nach dem Messerangriff in Belfast zu Protesten aufgerufen. "Der Post wurde von Elon Musk geteilt."

Musk mahnt ZDF ab: Sender hat bereits reagiert

Inzwischen hat Elon Musk im Streit mit dem ZDF einen ersten Erfolg erzielt: Der Sender gab wegen einer Sendung über Musks Rolle bei den Ausschreitungen in Nordirland eine Unterlassungserklärung ab. Der Sender hat die umstrittene Anmoderation der Sendung „ZDFheute live“ vom 12. Juni gekürzt. Die Anmoderation wurde "aus rechtlichen Gründen" gekürzt, heißt es in einer Einblendung in der Sendung, die noch immer in der Mediathek abrufbar ist. Zunächst berichtete die „Bild“.

Er habe den Sender für seinen Mandanten wegen eines Berichts über Ausschreitungen in Belfast abgemahnt und fordere die Abgabe einer Unterlassungserklärung, hatte zuvor der Anwalt Joachim Steinhöfel erklärt. Dieser Aufforderung ist der Sender am Dienstag nachgekommen.

Steinhöfel zufolge sei die Behauptung, Musk habe zu einer „Jagd auf Migranten durch einen rassistischen Mob“ aufgerufen, offensichtlich unwahr. In dem Schreiben ist laut „Welt“ von einer „ehrabschneidenden und verleumderischen Unterstellung“ sowie einem „drastischen Verstoß gegen journalistische Grundsätze“ die Rede.

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