Wirtschaft

Öl-Tanker mit zwei Millionen Barrel explodiert, Ölpreise legen zu

Vor der Küste Nigerias ist ein Öl-Tanker mit schätzungsweise zwei Millionen Barrel explodiert.
04.02.2022 13:56
Aktualisiert: 04.02.2022 13:56
Lesezeit: 1 min
Öl-Tanker mit zwei Millionen Barrel explodiert, Ölpreise legen zu
Der nigerianische Öl-Tanker. (Foto: Javier Blas via Twitter)

Nigeria könnte vor einer Umweltkatastrophe stehen, da das Öl-Schiff „Trinity Spirit“ mit zwei Millionen Barrel Rohöl vor der Küste des Landes explodiert ist, so „The Independent“.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen auf dem Ölfeld „Ukpokiti“ vor der Küste Nigerias. „Shebah Exploration & Production Company“ („SEPCOL“), der Eigentümer des FPSO-Schiffes, bestätigte den Vorfall.

Dramatische Bilder des Vorfalls sind in den sozialen Medien aufgetaucht und zeigen, wie das große Schiff vollständig in Flammen steht. Javier Blas von „Bloomberg“ bestätigte die Explosion und veröffentlichte Bilder des brennenden Schiffes.

Der Chef von „SEPCOL“, Ikemefuna Okafor, sagte, eine Untersuchung sei bereits im Gange, um die Ursache der Explosion zu finden.

„Derzeit gibt es keine gemeldeten Todesfälle, aber wir können bestätigen, dass sich vor dem Vorfall zehn Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes befanden, und wir priorisieren Untersuchungen in Bezug auf ihre Sicherheit“, sagte er.

Ölpreise auf höchstem Stand seit 2014

Auslöser für den jüngsten Anstieg sei der Kälteeinbruch im US-Bundesstaat Texas, schreibt Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Dieser habe Sorgen über Produktionsausfälle im größten US-Schieferölvorkommen Permian Basin geschürt. Bereits vor einem Jahr sei es aufgrund einer Kältewelle zu massiven Beeinträchtigungen der dortigen Ölproduktion gekommen.

Getrieben werden die Ölpreise derzeit durch mehrere Entwicklungen. Für grundsätzliche Unterstützung sorgen ein knappes Angebot und die trotz Omikron-Welle solide Nachfrage. Hinzu kommt der zuletzt schwächere US-Dollar, der das in dieser Währung gehandelte Erdöl für viele Anleger rechnerisch günstiger macht und deren Nachfrage anregt. Auch der im Januar starke Beschäftigungsaufbau in den USA stützt die Märkte. Eine starke wirtschaftliche Entwicklung in den USA stützt auch die Nachfrage nach Rohöl.

Die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland kommen hinzu. Da Russland ein großer Rohölproduzent ist, kalkulieren Erdölhändler derzeit mit einem Risikoaufschlag für den Fall einer Eskalation des Konflikts. Zahlreiche Bankanalysten haben zuletzt ihre Prognosen für die Ölpreisentwicklung angehoben und erwarten für dieses Jahr Preise von teils über 100 Dollar je Barrel.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Immobilien
Immobilien Neues Gesetz geplant: Besserer Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen
26.10.2026

Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal war nur ein Teil der massiven Schäden an Gebäuden durch Versicherungspolicen abgedeckt. Berlin will das...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bekannte Frage im Vorstellungsgespräch könnte bald verboten sein: Ikea hat sie bereits abgeschafft
26.10.2026

Was haben Sie bisher verdient? Eine der bekanntesten Fragen im Vorstellungsgespräch soll künftig verboten sein. Während Unternehmen sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die Ergebnisse amerikanischer Unternehmen übertrumpfen die Marktstimmung deutlich, doch Sorgen über KI-Kosten trüben die Aussichten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...