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Ausweis, Ticket & Co.: Was Sie vor einem Urlaubsflug beachten sollten

Check-in, Sicherheitscheck und Sprint zum Gate: Der Start in den Urlaubsflug kann am Flughafen schnell im Stress enden. Das lässt sich vermeiden. Was auf der Checkliste stehen sollte, damit der Reisebeginn entspannt verläuft.
07.06.2025 09:11
Lesezeit: 3 min
Ausweis, Ticket & Co.: Was Sie vor einem Urlaubsflug beachten sollten
Wer seinen Urlaubsflug gut vorbereitet, spart am Flughafen Zeit und Nerven (pixabay.com/mathewbrowne).

Reisedokumente, Gepäck, Wartezeiten: Gültigkeit der Ausweisdokumente checken

Gültige Papiere, passende Koffergröße, Pufferzeit: Wer seinen Urlaubsflug gut vorbereitet, spart am Flughafen Zeit und Nerven. Hier die wichtigsten Punkte zum Vorabprüfen:

Reisende sollten ihre Ausweise nicht erst kurz vor dem Abflug überprüfen, sondern einige Wochen im Voraus. Denn das Beantragen neuer Ausweise oder Reisepässe kann dauern. Stellt man erst am Flughafen fest, dass ein Dokument ungültig ist, gibt es oft noch eine Lösung: Die Bundespolizei kann einen Ersatz-Reiseausweis ausstellen. Allerdings weist sie darauf hin, dass Reisen mit solchen Papieren auf eigenes Risiko erfolgen. Andere Länder sind nicht verpflichtet, sie anzuerkennen. Es kann also passieren, dass ein Zielland bei einem Urlaubsflug die Einreise verweigert. Ebenso ist es denkbar, dass die Airline bereits den Abflug untersagt.

Wichtig zu wissen: Auch im Schengen-Raum ohne feste Grenzkontrollen kann bei Bedarf ein Ausweis verlangt werden.

Zwar ist in bestimmten Ländern wie Spanien die Einreise mit bis zu einem Jahr abgelaufenem Ausweis noch möglich – darauf sollte man sich dennoch nicht verlassen. Fluggesellschaften können strengere Regeln anlegen als das Reiseziel, heißt es auf der Website des BER-Flughafens. Besser ist es, sich rechtzeitig zu kümmern: Wer erst wenige Tage vor dem Urlaubsflug merkt, dass der Ausweis abgelaufen ist, kann im Expressverfahren einen Pass beantragen. Reicht auch diese Zeit nicht, ist ein vorläufiger Reisepass eine Möglichkeit, erklärt das Bundesinnenministerium. Das Bürgeramt kann in solchen Fällen jedoch Unterlagen fordern, etwa Flugtickets.

Welche Dokumente für welches Land nötig sind, wie lange diese gültig sein müssen und ob zusätzlich ein Visum oder eine Einreisegenehmigung nötig ist: Vor allem bei Urlaubsflügen außerhalb der EU sollte man das vor der Buchung klären.

Online einchecken: Zeit sparen vor dem Urlaubsflug

Bei vielen Airlines lässt sich der Check-in über App oder Website erledigen – das spart Zeit am Flughafen, da man nicht zum Schalter muss. Stattdessen geht es direkt zur Sicherheitskontrolle. Gerade bei Billigfliegern wie Ryanair oder Wizz Air kostet der Check-in vor Ort oft extra. Viele Flughäfen bieten mittlerweile Self-Check-in-Kioske an. Dort scannt man den Ausweis ein und erhält die Bordkarte. Bietet die Fluglinie diesen Service an, vermeidet man Wartezeiten – sofern man nicht schon vorab online eingecheckt hat.

Wer Gepäck aufgibt, kann an automatisierten Bag-Drop-Stationen Zeit sparen. Man scannt die Bordkarte, druckt das Etikett aus, bringt es am Gepäckstück an und legt es selbst aufs Band. In manchen Fällen funktioniert das auch direkt am Self-Check-in-Terminal – so etwa laut der Website des Hamburger Flughafens.

Maße und Gewicht des Gepäcks prüfen

Mal gelten 55 x 40 x 23 Zentimeter, mal nur 40 x 30 x 10: Die Handgepäckregelungen der Airlines beim Urlaubsflug sind nicht einheitlich. Neben Maßen gelten auch unterschiedliche Gewichtslimits. Auch für Zusatzgepäck oder Koffer gibt es genaue Vorschriften. Wer die Grenzwerte überschreitet, zahlt meist drauf. Daher sollte man vor dem Urlaubsflug mit Maßband und Waage noch einmal prüfen.

Ein paar Tipps vom Münchener Flughafen fürs Aufgabegepäck:

Namensschild, Kontakt und Adresse am Gepäck anbringen.

Bei mehreren Stationen eine Reiseroute im Gepäck hinterlegen.

Gegebenenfalls einen Tracker wie einen Airtag einlegen.

Ein Foto des Koffers machen.

Diese Maßnahmen erhöhen die Chance, den Koffer im Verlustfall schnell wiederzubekommen. Unverzichtbare Dinge gehören ins Handgepäck, sagt Laura Frommberg vom Fachportal "Aerotelegraph.com". "Ich würde zum Beispiel niemals Medikamente, auf die ich angewiesen bin, ins Aufgabegepäck geben", betont sie. Kosmetik und Ersatzkleidung gehören ebenfalls "für den Notfall" in die Kabine.

Übrigens: Einige Gegenstände – etwa Powerbanks – dürfen nicht in den Koffer. Auch im Handgepäck gibt es dafür klare Regeln, die man vor dem Urlaubsflug kennen sollte.

Sicherheitskontrolle: Wartezeit realistisch einplanen

Gerade in den Sommerferien entstehen an der Sicherheitskontrolle oft lange Schlangen. Wer zu spät am Flughafen ankommt, riskiert, den Urlaubsflug zu verpassen. Auf den Websites oder in den Apps der Airlines und Flughäfen finden sich aktuelle Wartezeiten und Prognosen für besonders stark frequentierte Tage. Wer diese Infos rechtzeitig checkt, kann die Anreise zum Abflug entsprechend planen und bei Bedarf früher losfahren.

Ein zusätzlicher Hinweis: Manche Flughäfen bieten inzwischen Zeitfenster für den Sicherheitscheck zur Vorabbuchung an. "Das spart extrem viel Zeit", erklärt Vielfliegerin Frommberg. Sie nutzt solche Angebote regelmäßig, wenn verfügbar. Ein letzter Tipp der Expertin für einen reibungslosen Ablauf: Laptop und Flüssigkeitenbeutel griffbereit einpacken. Denn vielerorts müssen sie getrennt aufs Band gelegt werden – auch wenn es zunehmend moderne Scanner gibt, bei denen das nicht mehr nötig ist.

Wer an der Kontrolle lange sucht, verzögert nicht nur den eigenen Urlaubsflug, sondern auch den aller anderen.

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