Finanzen

VW-Aktie im Fokus: Absatzdämpfer bei der Volkswagen-Kernmarke

Sinkende Verkaufszahlen, regionale Unterschiede und ein schwacher Elektroabsatz setzen die Volkswagen-Kernmarke unter Druck. Während einzelne Märkte zulegen, bremsen andere deutlich. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Konzernstrategie, Investorenvertrauen und die VW-Aktie in einem zunehmend herausfordernden globalen Automarkt?
13.01.2026 11:41
Lesezeit: 1 min
VW-Aktie im Fokus: Absatzdämpfer bei der Volkswagen-Kernmarke
Eingang zum Volkswagen-Werk in Emden: Die Verkäufe der Volkswagen-Kernmarke geht zurück, die VW-Aktie steht im Fokus (Foto: dpa). Foto: Lars Penning

VW-Aktie: Kernmarke VW verkauft weniger Autos

Volkswagen verkauft 2025 weltweit weniger Autos – vor allem in China und den USA. Die Volkswagen-Kernmarke leidet dabei sogar noch etwas stärker als der Gesamtkonzern, was auch für die VW-Aktie relevant ist.

Bei VW hat die Volkswagen-Kernmarke Volkswagen 2025 weniger Autos verkauft als im Jahr zuvor. Weltweit wurden 4,73 Millionen Fahrzeuge der Marke an Kundinnen und Kunden übergeben, 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Wolfsburger mitteilten. Damit fiel das Minus bei der Marke noch etwas stärker aus als im Gesamtkonzern. Der hatte Tags zuvor einen Rückgang um 0,5 Prozent gemeldet, was Investoren der VW-Aktie und auch der VW-Vorzugsaktien registrieren.

Volkswagen unter Druck – was Anleger wissen müssen

Vor allem in China und in den USA gingen die Verkaufszahlen zurück. In China, wo der frühere Marktführer mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Elektroautoanbieter kämpft, sackte die Zahl der Auslieferungen um 8,4 Prozent auf 2,02 Millionen ab. In Nordamerika ging es um 8,2 Prozent auch noch 544.000 nach unten. Die Zölle von US-Präsident Donald Trump hätten hier spürbare Auswirkungen auf die Auslieferungen, hieß es zur Begründung, was sich auch auf die VW-Aktie auswirkt.

In Europa legte die Marke dagegen um 5,1 Prozent auf 1,32 Millionen Fahrzeuge zu. In Südamerika gab es ein noch deutlicheres Plus von 18,5 Prozent auf 568.000 Fahrzeuge. Diese Entwicklung stützt zeitweise die VW-Aktie sowie die VW-Vorzugsaktien.

Verkäufe der VW-Elektroautos bleiben stabil

Kaum Bewegung gab es bei der Zahl der verkauften Elektroautos der Kernmarke. Weltweit wurden rund 382.000 vollelektrische ID-Modelle ausgeliefert, das waren sogar 0,2 Prozent weniger als 2024. In Europa legte VW bei den E-Modellen dagegen spürbar zu – um fast 50 Prozent auf 248.000 Fahrzeuge. In Deutschland ging es sogar um mehr als 60 Prozent nach oben auf 94.000 E-Autos. Die VW-Aktie gewinnt im XETRA-Handel am Dienstag zeitweise 0,20 Prozent und klettert auf 102,65 Euro, womit die VW-Aktie erneut im Fokus der Anleger steht.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Familienversicherung vor dem Aus: Koalition will Ehepartner blechen lassen
24.03.2026

Kostenlose Mitversicherung für Familienangehörige - damit dürfte bald Schluss sein. Die Bundesregierung prüft das Ende der kostenlosen...

DWN
Politik
Politik EU und Australien schließen Freihandelsabkommen
24.03.2026

US-Präsident Trump verärgert Verbündete mit Zöllen, die EU setzt hingegen auf freien Handel und eine engere Kooperation mit Partnern....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kik schließt 300 Filialen
24.03.2026

Der Discounter Kik schrumpft sein Filialnetz in Europa deutlich zusammen und streicht rund 300 Standorte. Hinter dem Rückzug steckt nicht...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Deutsche Reeder schlagen Alarm wegen akuter Risiken für Seeleute
24.03.2026

Mitten im Iran-Krieg wächst die Unsicherheit für Reeder und Besatzungen auf hoher See. Der VDR warnt vor realen Gefahren, während immer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreisschock und physikalische Grenzen am Ölmarkt: Iranisches und venezolanisches Öl sind nicht direkt austauschbar
24.03.2026

Die europäischen Staaten haben ihre Lieferquellen seit 2022 deutlich diversifiziert, weshalb Europa vor allem Preissteigerungen ausgesetzt...

DWN
Politik
Politik CDU und SPD vor Koalitionsgesprächen in Rheinland-Pfalz – Schweitzer und Schnieder starten Verhandlungen
23.03.2026

Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stehen CDU und SPD vor entscheidenden Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Imperial Brands-Aktie: Schließung von Reemtsma-Werk – 600 Jobs betroffen
23.03.2026

Nach monatelangen Verhandlungen ohne Ergebnis steht fest: Ein bedeutendes Reemtsma-Werk wird geschlossen. Die Entscheidung von Imperial...

DWN
Finanzen
Finanzen Ein weiteres systemisches Risiko: Fed schlägt Senkung der Kapitalanforderungen für Banken vor
23.03.2026

Milliarden Dollar könnten für Kredite, Dividenden und Aktienrückkäufe freigesetzt werden. Kritiker warnen jedoch, dass niedrigere...