Wirtschaft

Ifo-Exporterwartungen: Leichtes Stimmungsplus im Januar – Lage bleibt fragil

Die deutsche Exportwirtschaft sendet zu Jahresbeginn vorsichtige Hoffnungssignale. Neue Zahlen deuten auf verbesserte Exporterwartungen hin, doch die Lage bleibt fragil.
27.01.2026 12:16
Aktualisiert: 27.01.2026 12:16
Lesezeit: 1 min
Ifo-Exporterwartungen: Leichtes Stimmungsplus im Januar – Lage bleibt fragil
Überseehafen Bremerhaven: Die deutsche Exportwirtschaft schaut etwas zuversichtlicher nach vorn (Foto: dpa). Foto: Sina Schuldt

Ifo erkennt leichte Verbesserung bei Exporterwartungen

Die deutsche Exportwirtschaft schaut im Januar etwas zuversichtlicher nach vorn. Besonders die Autobranche und Metallindustrie. Allerdings profitieren nicht sämtliche Branchen gleichermaßen.

Die Lage in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im Januar leicht aufgehellt. Die Exporterwartungen legten im Januar auf minus 1,2 Punkte zu, nach minus 3,0 Punkten im Dezember, wie das Münchner Ifo-Institut berichtete. "Auch wenn die Unternehmen weniger skeptisch auf ihre Auslandsgeschäfte blicken, bleibt die Unsicherheit hoch", erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Deutliche Hinweise auf einen dauerhaften Aufwärtstrend fehlten weiterhin.

Optimistisch zeigen sich insbesondere die Automobilindustrie sowie Produzenten elektrischer Ausrüstungen. In der Metallerzeugung und -bearbeitung erreichten die Exporterwartungen den höchsten Wert seit Februar 2022. Hingegen erwarten die Bekleidungs-, Nahrungsmittel- und Druckindustrie weiterhin sinkende Ausfuhren.

Vorsichtiger Optimismus ohne Entwarnung

Die verbesserten Exporterwartungen senden ein positives Signal für die deutsche Exportwirtschaft, vor allem für Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie und Metallverarbeitung. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da zentrale Impulse für einen nachhaltigen Aufschwung fehlen. Die anhaltende Unsicherheit in den Auslandsmärkten, geopolitische Risiken und eine schwache globale Nachfrage begrenzen den Optimismus vieler Unternehmen. Während einige Industriezweige von stabileren Auftragseingängen profitieren, kämpfen andere weiterhin mit rückläufigen Ausfuhren. Insgesamt zeigt sich ein Bild vorsichtiger Stabilisierung, das Hoffnung macht, aber noch keine Trendwende markiert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Inflation und Konsumzurückhaltung: Wie Deal-Plattformen die Kaufkraft der Verbraucher stärken

Angesichts einer persistenten Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sehen sich private Haushalte in Deutschland einem erheblichen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt uneinheitlich, während Tech-Rallye den S&P 500 auf ein Rekordhoch treibt
15.04.2026

Ein spannender Handelstag voller Kontraste hält Anleger in Atem und sorgt für überraschende Wendungen.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine: Deutschland vereinbart Rüstungsdeals mit Selenskyj
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...

DWN
Politik
Politik YouGov-Umfrage: AfD klar stärkste Kraft - Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren
15.04.2026

In einer YouGov-Umfrage kann sich die AfD deutlich von den anderen Parteien absetzen. Auch Grüne und Linke legen zu. Die einzigen, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Prognose der Deutschen Bank: US-Dollar verliert an Stärke
15.04.2026

Die Deutsche Bank sieht eine veränderte Ausgangslage an den Devisenmärkten und rät Marktteilnehmern zu einer Neuausrichtung ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanzspritze vom Bund: Eine Milliarde Euro für Länder und Kommunen
15.04.2026

Der Bund greift hoch verschuldeten Kommunen unter die Arme. Doch nicht nur sie werden entlastet - sondern auch die reichsten Bundesländer.

DWN
Politik
Politik Nach Corona-Bonus nun die Entlastungsprämie für Beamte: Öffentlicher Dienst besteht auf 1000-Euro-Krisenbonus
15.04.2026

Die Koalition plädiert für eine steuer- und abgabenfreie Prämie vom Arbeitgeber - damit ist auch der Bund in der Pflicht. Über 5...